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Kroatische Adria: Rijeka ist Europäische Kulturhauptstadt

Bild: Borko Vukosav/Rijeka 2020 European Capital of Culture/dpa
Am Kai ragen die Kräne wie rostige Gräten in den grauen Himmel, dahinter verlaufen alte Schienenstränge. Ab und an rattert noch ein Containerzug vorbei, träge und langsam quer durch die Stadt, entlang an alten Fabriken und stillgelegten Werften. Kroatiens drittgrößte Stadt hat bessere Zeiten gesehen. Doch jetzt soll Schluss sein mit der postindustriellen Melancholie: Rijeka ist Europäische Kulturhauptstadt 2020.

Das Motto «Hafen der Vielfalt» steht für neues Leben an der Kvarner Bucht, wo Industriebrachen sich in Kulturzentren verwandeln sollen. Zum Beispiel die ehemalige Holzlagerhalle Exportdrvo, die schon jetzt als Konzertsaal dient. Betoncharme und bunte Graffiti haben ihren Reiz. Die Halle wird 2020 ein Hotspot für Ausstellungen, Filme und Musik sein. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Besucher dann per Zipline von der hoch gelegenen Burg Trsat herbeisausen.

Ein Wrack aus Titos Zeiten: Ganz real und jetzt schon abenteuerlich dümpelt unweit der Lagerhalle ein rostzerfressenes Geisterschiff vor sich hin. Es ist die sagenumwobene «Galeb» (Möwe) des ehemaligen Staatschefs von Ex-Jugoslawien, Josip Broz Tito.
«Rijeka muss sich neu erfinden und die tote Werftindustrie begraben», sagt Historikerin und Projektleiterin Natasa Babic, während sie mit beherztem Schritt die wackelige Gangway der «Möwe» erklimmt. 1938 ursprünglich als Bananenhandelsschiff gebaut, 1944 als Minenleger versenkt, lag das Schiff drei Jahre lang auf dem Meeresgrund, bevor Tito es schließlich 1952 zu seiner maritimen Staatslimousine erkor, erzählt sie. Er habe damit zum Beispiel Ägypten und sogar Indien besucht.

Heute tropft von den Decken das Wasser. Wandverkleidungen, Kabel und Seile liegen am Boden. Zum Glück wurden das plüschige Schlafzimmer, die Couchgarnitur und die Bar rechtzeitig ausgelagert.

Bis hoffentlich Ende 2020 soll aus der Ruine für acht Millionen Euro ein Museumsschiff werden. «Hier werde ich die wahre Tito-Geschichte erzählen, aufräumen mit dem Klischee des Diktators und Lebemannes», sagt Babic. Ein Hotel mit Restaurant soll auf und unter Deck für schwarze Zahlen sorgen.

Ein Buch zum Kaffee: Wenige hundert Meter von der Schiffsruine und den Krangerippen entfernt, sitzt man am späten Nachmittag auf der Flaniermeile Korzo. Vanillegelbe Prachtfassaden getupft mit weißem Schlagobersornament erinnern an die Zeiten der K.-u.-k.-Monarchie. «Wir treffen uns an der Uhr», am Stadtturm - das ist hier ein geflügeltes Wort. Und Auftakt zum Flanieren auf Rijekas Freiluft-Laufsteg.

In der Caffe Bar Filodrammatica nippt die Jugend unter zehn bombastischen Kristall-Lüstern am Latte macchiato. Man bestaunt die Opulenz - bis der Blick auf einen Durchgang fällt: Da stapeln sich Leihbücher, reihen sich die Regale der Stadtbibliothek aneinander. Von hier treten ältere Damen mit Weltliteratur unterm Arm ins Café.

Trotz des Pomps ist es ein klassenloser Ort, zugleich ein Bilderbuch kroatischer Geschichte zwischen Monarchie, Faschismus und Kommunismus, zwischen den Jahrhunderten österreichischer, ungarischer, italienischer und jugoslawischer Vorherrschaft. Nur sich selbst gehörten die Kroaten selten. «Wir waren immer die, die andere bedient haben», sagt ein älterer Herr und zuckt mit den Schultern.

Maritime Geschichte: Auch den industriellen Reichtum sahnten oft auswärtige Fabrikanten ab. Trotzdem boomte Rijeka im 19. Jahrhundert, zählte zu den größten Häfen Europas. Der Aufstieg wäre ohne das Delta der Rjecina, das hier in die Adria mündet, nicht möglich gewesen.

Der Fluss brachte den Wohlstand, als mit Beginn der Industrialisierung an seinen Ufern die Produktionsstätten emporwuchsen. Wer durch die Schlucht die rund 500 Stufen vom Trsat hinabläuft, hat mit der alten Papierfabrik und den Hochhaussilos die Geschichte der heute knapp 130 000 Einwohner zählenden Stadt im Blick.

«Sweet and Salt» hat Morana Matkovic vom Kulturhauptstadtkomitee folgerichtig ihr Projekt genannt, mit dem sie die alten Lebensadern zurück ins städtische Bewusstsein holen will. Gemeint sind sich vermischendes Süß- und Salzwasser. Entlang des Wasserweges werden begehbare Gärten die Hochhausdächer begrünen, im Verkehrsgetümmel ein Pavillon zur Meditation einladen. Der Höhepunkt liegt im Delta mit den Aufführungen alternativer Hochkultur in der Exportdrvo.

Ein Museum zum Daddeln: Das Unfertige, das Authentische, das Gegenbild zu den Hochburgen Opatija und Krk ist Rijekas schräger Schatz, den die Stadt endlich zeigen will. Dazu passt ihr einziges Museum von Weltrang, 300 Quadratmeter klein. Es widmet sich alten Computern.

«Schauen Sie ins Internet», sagt Gründer Svetozar Nilovic, 48. «Das Peek&Poke ist die Nummer-eins-Attraktion in Rijeka.» Mehr als 7000 Besucher jährlich kommen aus der ganzen Welt: Neuseeland, Finnland, Hongkong. Der Commodore 128 war vor zwölf Jahren Nilovics Auftakt zu einer mehr als 1000 Objekte zählenden Sammlung. Taschenrechner der ersten Generation, eine grotesk große Festplatte von 1980 und der Computer der Olympiade von Sarajevo 1984 zählen dazu.

«Ich wollte wieder die simplen Computerspiele meiner Kindheit spielen», erklärt Nilovic sein Sammelfieber. Die Besucher dürfen sich an den Objekten austoben: Anfassen und spielen ausdrücklich erlaubt. «Das unterscheidet uns von anderen Museen.»

Von der Stadt wünscht er sich mehr Kooperation und größere Räume, um mehr zu zeigen, einen kleinen Souvenirshop einzurichten - und um irgendwann von seiner Leidenschaft leben zu können. Vielleicht bringt das Kulturhauptstadtjahr den Anreiz zu investieren, damit Rijekas Mini-Museum von Weltrang bald ganz groß herauskommt.

Kulturhauptstadt-Programm: Mit dem Beginn des berühmten Karneval am 23. Februar 2020 eröffnet Rijeka offiziell sein Programm und erwartet bei mehr als 600 Veranstaltungen rund vier Millionen Besucher. Zu den Höhepunkten zählen die Eröffnung der Klimt-Ausstellung am 14. Juli, das Roboterkonzert Compressorhead am 25. Mai oder das Hay-Literaturfestival vom 31. Mai bis 6. Juni. Das Programm ist auf Englisch im Internet zu finden: www.rijeka2020.eu/en.

Weitere Informationen finden Sie unter www.visitrijeka.eu/de.

(Text: Gabriele Derouiche, dpa)

Zeitreise ins alte Burgund

Bild: Jan d'Hondt/Visit Flanders/dpa-tmn
Es ist so eine Sache mit Zeitreisen. Man kann den besten Touristenführer haben, das schönste Wetter und die tollsten Attraktionen, doch allzu oft will sich das Gefühl, der Vergangenheit näher zu kommen, dennoch nicht einstellen. Der magische Moment, in dem man glaubt, einen Hauch vom Damals zu erhaschen, lässt sich nicht erzwingen. Dafür muss einiges zusammenkommen - wie in Brügge.

An diesem Winternachmittag ist die sonst überfüllte mittelalterliche Altstadt menschenleer. Der Weg in den Beginenhof führt über die katzbucklige Brücke, die das Minnewater überspannt. Über das Wasser gleiten zahllose Schwäne. Im Beginenhof, diesem Kleinod des Weltkulturerbes, lebten früher unverheiratete Frauen zusammen, die wert auf ein selbstbestimmten Leben in der Stadt legten. Heute wird das Refugium von Schwestern des Benediktinerinnenordens und alleinstehenden Frauen aus Brügge bewohnt.

Wie ein Bild aus alter Zeit: Weiß getünchte Treppengiebel hinter Bäumen, die lange Schatten werfen. Der Himmel färbt sich rot. Eine Schwester bahnt sich ihren Weg durch raschelndes Laub. Sonst ist es still. In diesem Moment nun mag man wirklich alles für möglich halten. Sogar dass der Maler Jan van Eyck (1390-1441) mit seiner turbanähnlichen, burgunderroten Kopfbedeckung um die Ecke kommt und den Zeitreisenden aus dem 21. Jahrhundert einen kritischen Blick zuwirft.
2020 ist Jan-van-Eyck-Jahr in Flandern. Brügges Nachbarstadt Gent verspricht «die größte Jan-van-Eyck-Ausstellung, die es je gegeben hat». Nicht gerade ein Understatement. Drumherum gibt es weitere Ausstellungen und dazu Konzerte, Theatervorstellungen, ungewöhnliche Spaziergänge, Feste und Stadtteilaktivitäten.
Das Motto «OMG! Van Eyck was here» ist eine Anspielung auf die Signatur «Johannes de Eyck fuit hic» (Jan van Eyck war hier) auf seinem Gemälde «Die Arnolfini-Hochzeit» in der National Gallery in London. Er war damit einer ersten Künstler, der an der Wende vom Mittelalter zur Renaissance die Anonymität verließ.

Was Van Eyck der Welt hinterließ: Gestorben ist van Eyck 1441 in Brügge. Die westflämische Stadt bewahrt in ihrem Groeningemuseum zwei Gemälde von ihm - und besitzt damit schon zehn Prozent seines Gesamtwerks, das aus nicht mehr als 20 Arbeiten besteht. Das eine Bild ist ein Porträt seiner Frau Margareta im Alter von 33 Jahren. Mit einem angedeuteten Lächeln und einem leicht spöttischen Blick schaut sie auf den Betrachter herab. Sie hat gezupfte Augenbrauen und eine sehr eigenwillige Frisur, bei der die Haare in zwei Drahthörner gestopft wurden. Nach seinem Tod habe Margareta das Atelier mit mehreren Schülern jahrelang weitergeführt, berichtet Stadtführer Pol Mulier. Sie scheint also sehr selbstbewusst gewesen zu sein, und genau das strahlt das Porträt aus.
Das andere Bild ist ein Hauptwerk des Malers, sein größtes Gemälde nach dem Genter Altar: die «Madonna des Kanonikers Joris van der Paele». Es zeigt den Auftraggeber Joris van der Paele, einen ebenso steinalten wie steinreichen Chorherrn, im scheinbar vertrauten Plausch mit der Gottesmutter Maria samt Jesuskind, einem Schutzengel und einem Pfarrheiligen.
Das Faszinierende ist die überaus realistische Malweise. «Es gibt Ärzte, die untersucht haben, welche Krankheiten van der Paele hat», erzählt Mulier. «Man hat fünf oder sechs Gebrechen aufgespürt.» Am auffälligsten sind eine dicke Ader an der Schläfe und eine krampfartige Fingerhaltung, die auf Rheuma zurückgeführt wird. In einer Rüstung spiegelt sich ganz klein auch der davor stehende Jan van Eyck selbst.

Vergangene Größe, erhaltene Pracht: Der Maler verbrachte sein Leben in einem Land, das es heute schon lange nicht mehr gibt: das märchenhafte Herzogtum Burgund. Es war einer der mächtigsten Staaten Europas und reichte im 15. Jahrhundert von den Watteninseln bis zu den französischen Alpen. Herzstück dieses Reichs war das heutige Belgien mit den damals größten Städten Nordeuropas nach Paris. Gent zum Beispiel hatte 64 000 Einwohner, die größte deutsche Stadt Köln nur 40 000. Während Köln im Zweiten Weltkrieg in Trümmer fiel, überdauerten die Schönheiten von Brügge und Gent die Jahrhunderte.

Ein Pionier und sein Meisterwerk: Van Eycks Hauptwerk, der Genter Altar, steht sogar immer noch in der Kirche, in der er 1432 feierlich eingeweiht wurde, die Genter Kathedrale St. Bavo. Die hier angewandte Technik war so revolutionär, dass der Altar heute mitunter als Gründungsakt der neuzeitlichen Malerei gefeiert wird. Van Eyck war auf vielen Feldern ein Pionier, so gilt er als einer der ersten - wenn nicht sogar der erste - Landschaftsmaler.

«Ein über köstlich, hoch verständig Gemähl», urteilte Albrecht Dürer, der es 1521 als ganz normaler Tourist besuchte. Die Wirkung auf die damaligen Menschen muss man sich ungefähr so vorstellen, als hätte man ihnen plötzlich ein hochauflösendes Foto aus dem 21. Jahrhundert gezeigt. Je näher man an die insgesamt 20 Bildtafeln herantritt, aus denen sich der Altar zusammensetzt, in desto winzigere Miniaturen lösen sie sich auf. Rund um den auf der Haupttafel abgebildeten Lebensbrunnen wachsen zum Beispiel auf einem Stück Wiese 42 verschiedene Pflanzenarten, darunter subtropische, wie Jan van Eyck sie als Gesandter des Burgunderfürsten Philipps des Guten auf seiner Reise nach Portugal gesehen haben dürfte.

Zur stilistischen Meisterschaft kommt die inhaltliche Komplexität in Gestalt eines theologischen Bildprogramms, das bis heute nicht völlig entschlüsselt ist - eines der großen Rätsel der Kunstgeschichte.

«Als ich noch ein kleiner Junge war, habe ich hier im Chor gesungen. Und wenn die Sonne schön schien, sind wir eben hineingelaufen und haben das Werk im Abstand von einigen Zentimetern betrachtet», erzählt Touristenführer Guido De Schrijver.

Zurzeit wird im hinteren Bereich der Kathedrale ein neues Besucherzentrum für den Altar gebaut, am 8. Oktober 2020 soll es öffnen. Mit Simulationen und interaktiven Modulen sollen dann die Kathedrale und ihr Meisterwerk zum Leben erweckt werden. Die Besucher bekommen Augmented-Reality-Brillen und sehen alles so wie Jan van Eyck und seine Zeitgenossen, verspricht Astrid Van Ingelgom, Projektleiterin des Van-Eyck-Jahres in Gent.

Einzigartige Ausstellung: Größtes Ereignis des Themenjahrs ist aber die Ausstellung «Van Eyck. Eine optische Revolution» vom 1. Februar bis zum 30. April im Museum für Schöne Künste (MSK) in Gent. Sie wird zehn Gemälde des Meisters vereinen, also die Hälfte des Gesamtwerks. Dazu kommen rund 100 Werke aus seinem Atelier, Kopien verlorener Werke und Arbeiten seiner Zeitgenossen aus dem Spätmittelalter.

Im Mittelpunkt der Schau stehen die restaurierten Außentafeln des Genter Altars. Zu Beginn des 2012 begonnenen Restaurierungsprojekts hatten die Experten festgestellt, dass 70 Prozent der Altarbilder bei früheren Restaurierungen übermalt worden sind.

Ein versteckter Schatz: Darunter habe sich aber zum Glück noch die Originalmalschicht befunden, berichtet die Leiterin des Projekts, Hélène Dubois. Die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands habe nicht nur die Farben viel kräftiger und strahlender hervortreten lassen, sondern auch mehr Details zutage gefördert und eine größere Tiefenwirkung ergeben. Dadurch sehe man das Werk nun erstmals seit Jahrhunderten wieder so wie van Eyck und seine Zeitgenossen.

Das «Lamm Gottes» selbst, die Hauptfigur des Altars, hat nach Entfernung der Übermalungen plötzlich einen viel menschlicheren Kopf, es symbolisiert schließlich Jesus. Van Eycks Originalversion wurde im 16. Jahrhundert übermalt, wohl um Forderungen radikaler Calvinisten entgegenzukommen, die die Darstellung Gottes für Blasphemie hielten - ähnlich wie heutige islamische Fundamentalisten.

Die Calvinisten zerstörten damals in einem «Bildersturm» den Großteil der Kirchenkunst, der Altar konnte jedoch rechtzeitig im Rathaus versteckt werden. Später wurde er unter anderem von Napoleon und Hitler verschleppt, fand aber wie durch ein Wunder immer wieder zurück an seinen Entstehungsort. Heute ist er ein Nationalheiligtum.

Realistisch bis ins kleinste Detail: «Van Eyck hatte eine unglaubliche Beobachtungsgabe, er sah alles», erläutert Frederica Van Dam, eine der Kuratorinnen der Ausstellung. So sei die Reflexion auf den Perlen des Gotteslamms genau auf die Lichtverhältnisse in der Seitenkapelle abgestimmt, die als Standort des Altars vorgesehen war. «Dafür muss van Eyck über Monate zur selben Tageszeit in die Kapelle zurückgekommen sein.»

Die Ausstellung werde verdeutlichen, dass van Eyck am burgundische Hof mit anderen Künstlern, aber auch Wissenschaftlern, Intellektuellen und Technikern aus verschiedenen Disziplinen in Kontakt stand und ihr Know-how in seine Bilder einfließen ließ. «Es war ein kultureller Schmelztiegel», sagt Van Dam. «Seine Umgebung ist außerordentlich wichtig gewesen.»

Das Faszinierende ist, dass diese Umgebung bis heute weitgehend erhalten ist. Kehrte van Eyck noch einmal zurück, er würde sich in Brügge und Gent mühelos zurechtfinden. So ist im Hintergrund der Haupttafel des Altars mit dem «Lamm Gottes» die Genter Skyline zu erkennen - wovon sich der Besucher vor Ort sofort überzeugen kann. Eine solche Möglichkeit nach fast 600 Jahren dürfte nahezu einzigartig sein.

(Text: Christoph Driessen, dpa-tmn)

Strandkorb WM

Bild: UTG/Ulf Böttcher
Am vierten Januarwochenende feiert die Insel Usedom jedes Jahr ein fröhliches Winterstrandkorbfest und fiebert gemeinsam mit ihren Gästen der Strandsaison entgegen. Sportlich-kurioser Höhepunkt dieses eisigen Strandvergnügens sind die Weltmeisterschaften im Strandkorbsprint. Angefeuert vom begeisterten Publikum liefern sich die Zweierteams aus Insulanern und Urlaubern vor der traumhaften Kulisse der Ahlbecker Seebrücke ein spannendes Duell. Den Weltmeistertitel sichert sich das Team, das am schnellsten mit dem Strandkorb eine Strecke von 20 Metern zurücklegt.

Drei Tage im Winter steht das typisch norddeutsche Sitzmöbel während der XIV Ausgabe des Winterstrandkorbfests im Mittelpunkt und lockt zahlreiche Zuschauer an den Strand des Seebads Ahlbeck. Los geht das Winterspektakel am Freitag um 16.00 Uhr mit der Begrüßung durch Heringsdorfs Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken und dem Qualifikations-Training. Die Bewerber wetteifern ab 17.00 Uhr im Schein des Flutlichts um die wenigen begehrten Startplätze. Bereits im Vorfeld qualifiziert haben sich der Weltmeister und Vizeweltmeister des Vorjahres sowie zwei Sportler des Usedom Beachcup im vergangenen Sommer. Wer sich für die Teilnahme qualifiziert hat, erfahren die Besucher bei der offiziellen Übergabe der Startnummern im Anschluss an die Qualifikationskämpfe. Abends ab 18:30 Uhr klingt der erste Tag des Winterstrandkorbfests mit einer Feuershow am Meer mit “Rethra Entertainment” und einer “Come together”-Party mit DJ Knorke aus.

Am Samstag um 10.30 Uhr fällt der Startschuss für die Kinder-Strandkorb-Olympiade. Wie die Erwachsenen sprinten die Kids beflügelt vom Jubel der Schaulustigen mit speziellen im Miniformat produzierten Strandkörben um die Wette. Um 15.00 Uhr ist es dann soweit: Sechzehn Zweierteams treten bei der Strandkorb-WM gegeneinander an und liefern sich in der KO-Runde ein spannendes Duell. Den Weltmeistertitel holt das Team, das im Finale als erstes den etwa 60 Kilogramm schweren Strandkorb auf der 20 Meter langen Strecke über die Zielgeraden befördert. Bis zuletzt spannend bleibt, ob der seit Jahren ungebrochene Weltrekord von 4,91 Sekunden in diesem Jahr geknackt wird.

Ein buntes Programm rund um den Strandkorb sowie ein Angebot an warmen Speisen und Getränken laden an allen Veranstaltungstagen zu Geselligkeit und zum Verweilen ein.

Weitere Informationen: https://www.kaiserbaeder-auf-usedom.de/veranstaltungen/winterstrandkorbfest/
(Text: Usedom Tourismus GmbH)

Schmettern an der Skipiste

Bild: TVB St. Anton am Arlberg/Fotograf Thomas Leskoschek
Wenn die Snow Volleyball European Tour in St. Anton am Arlberg gastiert, ist Strandfeeling im Schnee angesagt! Bereits zum sechsten Mal feuern von 10. bis 12. April 2020 hunderte Zuschauer die internationale Volleyball-Elite beim Baggern, Pritschen und Schmettern im Tiroler Bergdorf an.

Das Spielfeld am Rendl Beach (2.030 Meter) ist dabei nicht wie üblich sandig und warm, sondern frostig – was die 32 Damen- und Herrenteams beim Kampf um den Gesamtsieg beim Tourfinale nicht von sportlichen Höchstleistungen abhält. Fußballschuhe sorgen für den nötigen Grip im Schnee. Palmen, Whirlpools, DJs und Cheerleader versetzen auch die Fans in Strandlaune. Neben freiem Eintritt zu den Matches genießen Urlauber beste Bedingungen beim Frühjahrsskilauf in St. Anton am Arlberg. Das österreichische Skigebiet mit 305 Pistenkilometern und 200 Kilometer Varianten im freien Gelände ist bis einschließlich 26. April 2020 geöffnet.
St. Anton am Arlberg sucht den „King of the Snow“: Den Auftakt zum Finale der Snow Volleyball European Tour in St. Anton am Arlberg markiert der Kids Day am Freitag, 10. April 2020, wenn Profis den Jüngsten das Baggern und Pritschen näherbringen. Ab Samstag kämpfen dann je 16 Damen- und Herrenteams auf 2.030 Meter Seehöhe um den Titel „King of the Snow“. Im Modus drei gegen drei geht es unmittelbar neben den Rendl-Skipisten nicht nur um die Ehre, sondern auch ums Preisgeld von 3.000 Euro. Der Eintritt zu allen Spielen ist frei, Besucher dürfen sich zudem auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen.

Weitere Auskünfte im Informationsbüro St. Anton am Arlberg/Österreich unter www.stantonamarlberg.com.

Soester Winterstrahlen: Altstadt in neuem Licht

Bild: Wirtschaft & Marketing Soest GmbH – Stadt Soest
Vom 24. Januar bis 2. Februar 2020 präsentiert sich die alte Hansestadt Soest mit dem „Winterstrahlen“ einmal mehr von einer ganz besonders sehenswerten Seite. Die Premiere im Februar 2019 war ein voller Erfolg und hinterließ begeisterte Besucher, die sich nun auf eine Neuauflage freuen dürfen. Natürlich mit teilweise anderen Objekten, an anderen Orten und mit anderen Illuminationen.

Und mal ehrlich: Wie könnte man schöner dem Winter den Kehraus bereiten und ihm zum Abschluss noch ein paar bunte Glanzlichter aufsetzen? Schließlich ist die noch "dunkle Jahreszeit" die Zeit der Lichter und Kerzen und langen Nächte. Und damit der perfekte Partner für Illuminationen aller Art. Egal ob gemütlich, spannend, originell oder spektakulär – Licht kann aus dem Bekannten und Gewohnten etwas Außergewöhnliches machen, vor allem an besonderen Orten. Und an diesen mangelt es in der historischen Soester Altstadt nun wirklich nicht.
Insgesamt neun Orte werden lichttechnisch in besonderer Weise in Szene gesetzt. Dabei wird vielfach auch sehr experimentell mit Licht und Umgebung gespielt. Auch die Natur in der Stadt spielt dabei eine Rolle. Und – das sollte durchaus auch erwähnt werden - es handelt sich um eine "Veranstaltung der leisen Töne". Auch das birgt seinen eigenen Charme.
Die Illuminationen beginnen jeweils mit Einbruch der Dunkelheit und dauern bis 22 Uhr. Alle genannten Plätze sind kostenlos begehbar.
Mit oder ohne Plan in der Hand kann man sich von einer Lichtszenerie zur nächsten treiben lassen - oder die Orte z.B. im Rahmen einer Führung entdecken. In diesem Jahr bieten die Veranstalter nämlich zusätzlich ein kleines Rahmenprogramm
Samstag, 25.01.2020 und Freitag 31.01.2020 : ALTSTADTFÜHRUNG ZUM WINTERSTRAHLEN
Jeweils 18:00 Uhr | Dauer ca. 90 Minuten | Treffpunkt: Rathausbögen
Abend-Führung durch die historische Altstadt unter Einbeziehung ausgesuchter Standorte des Winterstrahlens.
Sonntag, 26.01.2020 und Mittwoch 29.01.2020: WINTERSTRAHLEN – BACKSTAGE
Jeweils 19:30 Uhr | Dauer ca. 90 Minuten | Treffpunkt: Markt/Sparkasse
Rundgang mit den Organisatoren des Winterstrahlens entlang der illuminierten Orte mit Zahlen, Daten, Fakten und Erläuterungen.
Samstag, 1.02.2020: SOESTER LICHTKUNST-PFAD
19:30 Uhr | Dauer ca. 60 Minuten | Treffpunkt: Museum Wilhelm Morgner
Führung zu drei permanent installierten Soester Lichtkunstobjekten abseits des Winterstrahlens, bei der die Ideen der Künstler und Künstlerinnen sowie geschichtliche Hintergründe für Standort und Ausführung erläutert werden. Bei dieser Gelegenheit wird auch über zukünftige Lichtkunstprojekte informiert. Die Soester Lichtkunst ist ein Teil der regionalen Aktion "Hellweg – ein Lichtweg".
Für alle Führungen ist eine Anmeldung bei der Tourist Information Soest, Tel. 02921/103 6110, willkommen@soest.de) erforderlich. Teilnahmegebühr jeweils 5,00 Euro / Person (max. 25 Teilnehmer pro Führung).
Donnerstag, 30.01.2020: GUERILLA-LIGHTING - Mitmachaktion für ganz Spontane
19:00 Uhr | Treffpunkt Vreithof/ Rathaustreppe
An diesem Winterstrahlen-Donnerstag darf selbst einmal mit Hand angelegt werden. Zusammen mit dem Organisationsteam wird dann nämlich eine Gemeinschafts-Licht-Installation nur für diesen Abend geschaffen. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit selbst mit Licht zu experimentieren und dafür auch noch das passende Equipment gestellt zu bekommen? Wer also Lust hat, mit anzupacken, einmal mitzuerleben wie sich die Vorbereitungen gestalten, was zu tun und zu beachten ist, wer Teil des Teams sein möchte und hinterher "sein" Kunstwerk betrachten und anderen zeigen will, der ist hier genau richtig. Was und wo illuminiert wird, erfahren die Akteure erst vor Ort. Es bleibt also spannend.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aber: Dabei sein ist alles.
Das Winterstrahlen klingt täglich um 22 Uhr mit einer Lichtshow auf dem Markt aus. Einen Prospekt mit Übersichtsplan gibt’s ab Anfang Januar u.a. in der Tourist Information Soest und per Download auf der Website.
Übrigens: Einen ersten optischen Vorboten gibt es bereits seit Wochen zu bewundern: Drei große Lichterkugeln auf dem Großen Teich. Sie waren und sind bereits seit Beginn des Weihnachtsmarktes Ende November ein echter Hingucker und beliebtes Besichtigung- und Fotoobjekt für Bürger und Besucher der Stadt. Von vielen Soestern hoch gelobt und begeistert kommentiert. Diese Kugeln werden auch wieder Bestandteil einer größeren Licht-Installation sein.
Buchung und Informationen: Tourist Information Soest, Teichsmühlengasse 3, 59494 Soest
www.wms-soest.de/veranstaltungen/soester-winterstrahlen
(Text: Wirtschaft & Marketing Soest GmbH – Stadt Soest)

10. Glückstädter Poetry Slam

Bild: Jens Henkenius
Licht aus – Spot an! Bereits zum 10. Mal findet am 13. März um 19.30 Uhr in der Aula des Detlefsengymnasiums im Rahmen des Glückstädter Kulturmärz der beliebte Poetry Slam statt. Die Gastgeber des künstlerischen Wettkampfes sind erneut die Glückstadt Destination Management GmbH und die Kieler Agentur assemble ART.

2011 wagte sich die GDM an eine für Glückstadt ganz neue Veranstaltung. Gemeinsam mit Björn Högsdal veranstaltete sie im Wasmer Palais einen Poetry Slam. „Wir waren damals sehr gespannt was uns genau erwartet“, erinnert sich Sandra Kirbis, Geschäftsführerin der GDM. „Voller Vorfreude waren wir mitten beim Aufbau als uns die Nachricht erhielt, dass unsere vier Slammer in Elmshorn am Bahnhof festhängen. Damit die Veranstaltung nicht ins Wasser fallen musste, holten wir diese persönlich in Elmshorn ab und brachten sie nach Glückstadt.“ Dann ging es los. Die Besucher hingen gebannt an den Lippen der Slammer und erlebten einen unvergesslichen Abend. Der erste Slam war so erfolgreich, dass bereits im Folgejahr in die Aula des Detlefsengymnasiums umgezogen wurde. Jahr für Jahr zieht der Glückstädter Poetry Slam immer mehr Leute in seinen Bann. Das Schöne daran ist, dass nicht nur die Veranstaltung in Glückstadt gewachsen ist. Auch die Slammer der ersten Stunde sind inzwischen bundesweit erfolgreich und reisen durch das ganze Land, um ihre Texte zu performen.
Doch was macht den Reiz an dieser Veranstaltung aus? „Emotionen pur – so lässt es sich am besten beschreiben“, sagt Ann-Kathrin Witzdam von der GDM. Die Poeten berichten aus ihrem Leben, schildern ihre Gefühle oder widmen die Texte Gegenständen, die ihrer Ansicht nach bisher viel zu wenig Beachtung gefunden haben, wie z.B. der Kloschüssel. Dabei wird der Text nicht einfach vorgetragen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes performt. Mit der eigenen Mimik, Gestik und natürlich der Stimme wird das Publikum von den Wort-Akrobaten eingefangen und mitgenommen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Am Ende bleibt eines aber immer gleich: Die Slammer haben maximal 6 Minuten Zeit, das Publikum von sich zu überzeugen. Denn sie sind es die über den Ausgang des künstlerischen Wettstreits entscheiden und am Ende den Sieger küren.
Seit Anfang an ist Björn Högsdal fester Bestandteil des Poetry Slams in Glückstadt. Er ist selbst erfolgreicher Slam-Poet und ist Preisträger verschiedener Literaturwettbewerbe und Sieger unzähliger Poetry Slams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Daher kann sich keiner besser in die Poeten hineinfühlen und dies ans Publikum weitergeben. Seit 2002 ist er Mitinhaber der Kieler Kulturagentur assemble ART, dem größten Veranstalter für spokenword-Lesungen und Poetry Slams in Schleswig-Holstein.
Die Karten gibt es bei der Touristinformation Glückstadt und der Bücherstube am Fleth. Sie kosten 8 Euro sowie ermäßigt für Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren und Schüler 5 Euro.

"Felsenkirche" im romantischen Winterkleid

Bild: obx-news/Landkreis Amberg-Sulzbach/Clemens Zahn
(obx) - Sobald die winterlichen Temperaturen nach Bayern zurückkehren, verzaubert eine Felsformation im Bayerischen Jura wieder ihre Besucher.

Wegen der Eisbildungen gilt das Naturdenkmal Geiskirche unweit des Ortes Peilstein-Neukirchen im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz besonders auch in den kalten Monaten als Attraktion unter Touristen. Die nach zwei Seiten offene Felsenhalle ist bis zu 20 Meter lang, bis zu 13 Meter breit und mehr als drei Meter hoch. Traditionell dient sie Tieren zum Schutz. Die hallenartige Höhle gilt bei Einheimischen aber auch als beliebter Treffpunkt für Feste und auch romantische Begegnungen.

Scharfzüngiger Zündstoff mit Christoph Tiemann

Bild: Stadt Beckum
Seine Stimme kennen viele, denn Christoph Tiemann ist seit mehr als 10 Jahren Autor und Sprecher beim Westdeutschen Rundfunk. Seit 2014 steht er auch für das WDR-Fernsehen mit seiner Reihe „Tiemann testet“ als Restauranttester vor der Kamera. Jetzt feuert er „Angriffslustig“ volle Breitseite am 5. Februar um 20 Uhr auf der Bühne des Stadttheaters Beckum!

Das Publikum der Reihe Beckumer Spitzen erwartet hochaktuelles politisches Kabarett mit historischen Seitensprüngen. Tiemann holt weit aus, ohne abzuschweifen. „Angriffslustig“ ist seine Kriegserklärung an populistische Parolen und abgebrühte Autokraten. Angst- und Stimmungsmacher entwaffnet Tiemann mit seiner schärfsten Waffe: spielerischer Leichtigkeit. Er tadelt punktgenau, schimpft treffsicher und fährt formvollendet aus der eigenen Haut in die seiner zahlreichen Rollen. Mit Shakespeare macht Tiemann gegen PEGIDA mobil. An der Seite von Kaiser Barbarossa rückt er der AfD zu Leibe.

Christoph Tiemanns satirische Attacken wurden bereits mit zahlreichen Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem „Goldenen Rottweiler“ und dem „schwarzen Schaf vom Niederrhein“. Tiemann führt keine Grabenkämpfe: Böses Blut und jede Menge Spaß sind die Erfolgsstrategie seines brandneuen Programms.

Karten gibt es im Vorverkauf zu 19,50 Euro in den Bürgerbüros der Stadt Beckum, 02521 29-222, buergerbuero@beckum.de, online unter www.beckum.de sowie an der Abendkasse im Stadttheater Beckum zu 21,00 Euro.
(Text: Stadt Beckum)

Vom Mississippi an die Rosanna

Bild: TVB St. Anton am Arlberg/Fotograf Patrick Säly
Tanzen erwünscht – am Berg und im Tal, in Straßen- oder Skischuhen! Beim „New Orleans meets Snow“-Festival von 3. bis 5. April 2020 bestimmen amerikanische Musikstile von Jazz bis Soul den Klangteppich in St. Anton am Arlberg.

Zum siebten Mal sorgen zahlreiche Bands an verschiedenen Locations bei freiem Eintritt für Südstaatenflair im Tiroler „Weltdorf“. Als Highlight der Konzertreihe gilt die „Blues Night“ am Samstagabend (4. April). Dann begrüßt die Markus Linder Band Stargast Danica Hart auf der Bühne. Die Country-Sängerin aus New Orleans war bereits für einen Grammy nominiert. Neben den musikalischen Darbietungen genießen Urlauber beste Bedingungen beim Frühjahrsskilauf. Die Pisten im Wintersportgebiet von St. Anton am Arlberg sind bis einschließlich 26. April 2020 geöffnet. Weitere Auskünfte im Informationsbüro St. Anton am Arlberg/Österreich unter www.stantonamarlberg.com
(Text: Angelika Hermann-Meier PR)

Kulturzentrum, Katakomben-Touren & Kuppel-Baden

Bild: © Stadt Wasserburg a. Inn
In einer spannenden Mixtur aus alpenländischer Tradition, Mittelalter-Charme und südländischem Flair entdecken Besucher im Chiemsee-Alpenland urbane Kulturerlebnisse. In Rosenheim begeben sich Urlauber etwa auf eine Zeitreise in die Welt gigantischer Meeres-Reptilien: Im frisch modernisierten Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim macht die neue Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ mit „Paläoaquarium“, Sauriermodellen & Co. bis Dezember 2020 die urzeitlichen Meerestiere für kleine und große Gäste wieder lebendig.

In Wasserburg geht es auf den Spuren der Braukunst tief unter die Erde und in Bad Aibling lassen sich Erholungssuchende unter Thermen-Kuppeln verwöhnen. Zusätzlich locken zahlreiche Veranstaltungen wie das „Sommerfestival“ in Rosenheim oder die Theaterhöhepunkte in Wasserburg am Inn sowie spannende Stadttouren Kulturliebhaber in die Städte.

Urzeit-Giganten: der neue Lokschuppen - In Rosenheim wird Kultur groß geschrieben: Neben erlebnisreichen Stadtführungen, zahlreichen Museen und Galerien sowie Veranstaltungen mit international bekannten Künstlern wie dem Sommerfestival von 10. bis 18. Juli 2020, zählt das Ausstellungszentrum Lokschuppen zu den renommiertesten Ausstellungshäusern in Deutschland. Nach umfassenden Modernisierungsmaßnahmen öffnete der Lokschuppen Ende 2019 mit seiner neuen Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ wieder seine Pforten. Lange Hälse, große Klauen und spitze Zähne: 22 lebensechte und bis zu zwölf Meter lange Sauriermodelle sind dabei die Protagonisten. Die urzeitlichen Meerestiere wurden von einem internationalen Team aus Paläontologen und Kunsthandwerkern eigens für das Ausstellungszentrum hergestellt. Zudem begeistern über 200 wertvolle Original-Fossilien, Skelette und Abgüsse die Besucher. An insgesamt 20 Medienstationen lernen Groß & Klein Spannendes und Wissenswertes rund um das Leben der beeindruckenden Urtiere sowie der Erdgeschichte. Mit Europas erstem digitalen, echtzeitrealisierten „Paläoaquarium“ entdecken sie auf über 50 Quadratmetern den Lebensraum und blicken wie durch ein Fenster in die Welt vor rund 250 bis 66 Millionen Jahren.

Bierkeller-Führungen und Thermen-Auszeit - Südländisches Flair und historischer Charme: Durch die einzigartige Lage ist die mittelalterliche Altstadt Wasserburgs fast vollständig vom Wasser des Inns umgeben. Ein besonderes Highlight wartet tief unter der Erde: Die weitverzweigten Bierkatakomben auf der Wasserburger Halbinsel begeistern Urlauber mit ihren rund 200 Jahre alten Gängen und Gewölben. Bis ins 20. Jahrhundert wurde hier das im Winter hergestellte Sommerbier eingelagert, um es so möglichst lange trinkbar zu halten. Bei speziellen Führungen erkunden Gäste Teile der Keller und erhalten unter anderem im Museum abwechslungsreiche Eindrücke in die Brau- und Baukunst früherer Generationen. Mit verschiedenen Kultur-Veranstaltungen wie etwa dem Theaterhöhepunkt Bürgerspiel 2020 oder den Auftritten des professionellen Ensembles im Theater Wasserburg runden Ausflügler ihren Besuch an der Innschleife ab. In Bad Aibling kommen hingegen vor allem Erholungssuchende auf ihre Kosten: Sei es nun bei einer wohltuenden Anwendung mit dem „Schwarzen Gold“ in Bayerns ältestem Moorheilbad oder beim Baden in der Therme Bad Aibling. Auf einer Gesamtfläche von etwa 10.000 Quadratmetern und unter insgesamt acht Themen-Kuppeln warten abwechslungsreiche Farb-, Licht-, Duft- und Klangerlebnisse. In der Saunalandschaft entspannen Gäste bei Hamam, Dampfeisbad & Co. oder atmen bei einem Spaziergang entlang des Gradierwerks im Außenbereich die salzhaltige Luft. Im Jubiläumsjahr lohnt sich der Besuch besonders: 2020 feiert Bad Aibling nämlich 175 Jahre „Moorbad Bad Aibling“ und 125 Jahre „Heilbad Bad Aibling“ mit einem umfangreichen Programm.

Weitere Informationen über das Chiemsee-Alpenland sind im Chiemsee-Alpenland-Infocenter unter www.chiemsee-alpenland.de erhältlich.

(Text: piroth.kommunikation GmbH)