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News aus der Fachzeitung



Das Wandern ist des Menschen Lust

Bild: epr/Tourismusverein Südliche Weinstraße Bad Bergzabern e.V.
(epr) Wenn der Alltagstrott einen fest im Griff hat, wächst die Sehnsucht nach einer Auszeit. Dann möchte man Neues erleben, Unbekanntes sehen und zeitgleich aufgestauten Stress abschütteln. Wer dafür nicht zwangsläufig das Land verlassen möchte, kann stattdessen die eindrucksvollsten Ecken Deutschlands auf exklusiven Wanderwegen erkunden und sich der Ruhe sowie Schönheit der Natur hingeben.

Im Süden der Pfalz liegt ein Fleckchen Erde, das durch weitläufige Täler und Wälder beeindruckt: das Bad Bergzaberner Land. Hier schlägt das Wanderherz höher, denn die Auswahl an Routen ist groß und vielfältig. Dadurch finden nicht nur ambitionierte Landschaftspioniere ihr perfektes Outdoor-Erlebnis, sondern auch Anfänger, die erst noch prüfen wollen, wie weit ihre Füße sie tragen. Mit 170 Kilometern ist die Pfälzer Weinsteig Gesamtroute die anspruchsvollste Etappe, doch von über 25 Touren bewegen sich insgesamt mehr als die Hälfte zwischen zwei und 20 Kilometern – und eignen sich somit auch hervorragend für einen Tagesausflug. Die Routen zeichnen sich aus als lange Premium-Wanderpfade wie der Pfälzer Weinsteig oder besondere Themen-Wege wie der Gebrüder-Grimm-Märchenweg. So haben auch die kleinsten Familienmitglieder ihren Spaß, schließlich begegnen ihnen hier auf fünf Kilometern an sieben Stationen märchenhafte Gestalten. Verlaufen kann man sich dank des neuen Wanderleitsystems nicht, weil überall für eine ausgewogene Beschilderung gesorgt ist. Und das Beste: Dadurch kommt man nicht nur zu den schönsten Aussichtspunkten, sondern auch zu vielen entspannenden Einkehrmöglichkeiten. Kulinarischen Genüssen kann man sich beispielsweise bei einer Qualitäts-Weinverkostung oder in charmanten Gasthäusern hingeben. Mit Herz und Seele verarbeiten die Köche regionale Zutaten zu einer Geschmacksexplosion der Sinne. Besonders bekannt ist der Saumagen, der sowohl in rustikaler als auch in feiner Variation serviert werden kann. Und um die müden Glieder vollständig zu regenerieren, bietet sich ein Besuch der Südpfalz Therme an. Wer doch noch ein wenig über die Landesgrenze hinaus gehen möchte, ist in Wissembourg gut aufgehoben: Das französische Grenzstädtchen ist nur einen Katzensprung entfernt. Mehr Informationen gibt es unter www.bad-bergzaberner-land.de.

"Seelenwandern"

Bild: obx-news/Tourismusverband Ostbayern
(obx) - Entspannung einmal anders: In Verbindung mit Kraftorten wie Kapellen, Kirchen und stillen Landschaften wird aus einfachem Gehen heilsames Seelenwandern. Ein neuer Pilgerweg für Ruhe- und Kraftsuchende lädt in Neumarkt in der Oberpfalz und Umgebung zur Gehmeditation ein.

Die Route hat den schönen Namen "Contemplatio", was im Lateinischen so viel wie Betrachtung bedeutet. Mit einer Gesamtlänge von rund 39 Kilometern führt die Wanderstrecke von der Pfalzgrafenstadt Neumarkt in mehreren Etappen entlang spiritueller Orte nach Freystadt und endet dort im neu angelegten "Garten der Stille". Zu den Höhepunkten im wörtlichen wie übertragenen Sinne zählen der Neumarkter Kreuzweg mit 367 Treppenstufen, die auf den Mariahilfberg mit der barocken Wallfahrtskirche Mariahilf (Foto) und dem angrenzenden Karmelitenkloster führen, der Buchberg mit einer 2.500 Jahre alten keltischen Wehranlage, ein Vogelschutzgebiet in den Schwarzachauen und schließlich die imposante Freystädter Wallfahrtskirche Maria Hilf - ein barockes Kleinod nach den Plänen von Giovanni Antonio Viscardi, das als Vorbild für die Dresdener Frauenkirche diente. Informationen, Meditationsübungen und eine Broschüre zum Pilgerweg "Contemplatio" gibt es auf der Homepage www.innehalten-region.de.

Eine Reise durchs Ikea-Land

Bild: Destination Småland/dpa-tmn
Am Anfang einer Geschichte soll immer das Wichtigste stehen: Natürlich gibt es auch im Ikea-Museum am schwedischen Hauptstandort Fleischbällchen. Mancher sagt sogar, es sind die Besten - auch wenn Pontus Johansson das nur bedingt bestätigen kann.

Denn in der Stadt Älmhult, wo einst Ingvar Kamprad (1926-2018) den ersten Ikea eröffnete, gibt es die nach den gleichen Standards produzierten Fleischbällchen wie auch überall sonst in der Welt, berichtet der Event-Koordinator des Museums. «Aber wir wissen von dem Mythos. Und vielleicht stimmt es ja auch, weil man es so möchte», sagt Johansson. «Wir machen uns da auch nichts vor: Ikea ist einfach mit dem Essen verbunden. In manchen Ländern geht man auch erst mal zum Essen in den Markt und nicht zum Einkaufen.»

Eine Reise ins Herz des Ikea-Imperiums ist auch eine Reise ins Herz des schwedischen Möbelreichs. In dieser Region findet sich nicht nur Ikea, hier sitzen auch viele andere Firmen und Designer wie Lammhults, Norrgavel, Svenssons und Nilssons. Immer geht es hier auch ums Essen. Und wenn es nur eine Fika, eine Kaffeepause mit Zimtschnecken ist.

Auch Ikea hat mehr als Köttbullar zu bieten, wie man im Ikea-Museum schnell lernt. Das Restaurant setzt vor allem auf regionale Spezialitäten, die vorzugsweise mit lokalen Produkten hergestellt werden. Zum Beispiel wird Kroppkakor serviert - mit Speck gefüllte Kartoffelklöße. Auch der in Schweden immer präsente Lachs darf hier nicht fehlen.

Das Museum selbst ist mehr als ein Schaukasten für die Unternehmensgeschichte, es ist ein kleiner Ausflug in die jüngere Geschichte Schwedens. Der Aufstieg des Unternehmens ist eng verbunden mit der lokalen Geschichte und Wirtschaftsentwicklung. Die Dauerausstellung zeigt das in vielen Wohnwelten und Bildern. Doch keine Sorge: Das ist ganz und gar nicht dröge.

Ikea beweist dort Humor - vor allem dabei, wie es seine Insignien aufarbeitet. Es gibt eine Vitrine, in der nur ein einziger der kleinen, winkeligen Inbusschlüssel zum Möbelaufbau hängt. Eine Vitrine weiter liegt nur eine Gabel, und darauf der sogenannte «signature dish»: Ein Fleischbällchen.

Und auch sonst wird hier alles gemacht und gezeigt, was die Marke gut repräsentiert - auf viel Unternehmensphilosophie und Werbung muss man sich hier einlassen, gerade wer eine Führung mitmacht. Dennoch: Der Besuch des Museums ist ein launiger Ausflug im Urlaub. Vor allem für Familien: Kinder dürfen im bunten, fröhlichen Museum toben und werden spielerisch beschäftigt. Erwachsene verewigen sich selbst auf einem Katalogcover, im Shop gibt es teils einzigartige Produkte.

Småland hat für Kunstliebhaber und Design-Fans viel zu bieten. Zum Beispiel das Vandalorum in Värnamo - genau an der Schnittstelle der Straße E4 und und 27. Das Kunstareal besteht aus vier roten Scheunen, in denen pro Jahr 12 bis 15 Wechselausstellungen zu sehen sind.

Und auch hier wieder: Auf jeden Fall einen Restaurantbesuch einplanen. Das «Syltan» wurde als eines der besten Kulturrestaurants Schwedens ausgezeichnet, ist aber nicht teuer - was der mittäglichen Ansturm der Anwohner bestätigt.

Nur unweit weiter, in der Stadt Värnamo, findet sich ein weiteres Zentrum der schwedischen Kunst: Das Bruno Mathsson Center. Das ehemalige Geburtshaus und Atelier des berühmten Möbeldesigners (1907-1988) ist heute ein Museum - vor allem voller Stühle und Liegen, die heute mindestens als Kopien weit bekannt sind.

Bodil Svensson hat bei einer Führung zur jedem der Stücke eine Geschichte parat, etwa zur geschwungene Chaiselongue Pernilla. «Dafür hat Bruno hier im Garten seine liegende Körperform im Schnee nachgebilet.» Sie deutet noch auf ein paar vergilbte Plastikschüsseln im Regal: Original-Tupperware aus den 50er Jahren «von Mr. Tupper persönlich», berichtet Swensson. Er schenkte sie Mathsson auf einer USA-Reise. Das Haus ist gelebte Geschichte.

So geht es einem auch, wenn man etwas weiter fährt in die Stadt Kosta. Sie ist Teil des sogenannten Glasreichs von Schweden, ebenfalls in Småland. Hier werden die Produkte der Marke Kosta Boda gefertigt, in der ältesten und noch aktiven Glashütten Schwedens.

Daneben steht eine kleinere Halle, in der Lars Andersson Besucher anleitet, selbst etwas Gläsernes zu blasen. «Du musst dich ganz nah an die Lehne setzen», erklärt der Meister. «Wenn ich das Glas bewege, bewegst du die Kelle mit.»

Dann sagt er dem eingeschüchterten Teilnehmer, jeder könne Glas blasen - man braucht nur etwas Anleitung. Und schneller als man schauen kann, kommt er mit einem auf 1100 Grad erhitzten, rotglühenden Ball aus Glas an und fordert auf, ihn zu formen. Das geschieht erst in einer nassen Holzform, die fortlaufend bewegt wird.

Dann kommt die noch zähe Masse in einen Metallbehälter - durch die hohle Röhre, an der sie hängt, lässt es sich nun aufblähen. «Doch man darf auch keinen Fall fest blasen», betont Andersson. «Es ist eher ein zartes Hauchen.» Sonst reist das Glas.

Was bei Andersson und den Touristen, mit denen er täglich in nur ein- bis zweistündigen Kursen Vasen, Becker oder Dekokugeln anfertigt, so einfach erscheint, ist ein Handwerk, das jahrelanges Lernen erfordert. Zum Glasmaster in Schweden schaffen es nur wenige - und meist ist es auch eine stolze Familientradition.

In der Glashütte gleich neben Anderssons Studio werden zwar in Großproduktion auch Alltagsprodukte wie Trinkbehältnisse gefertigt, aber auch besondere Stücke wie die Pokale für den Eurovision Song Contest. Wer mag, kann dabei zuschauen. Die Werkshallen stehen zu Teilen Besuchern kostenlos offen - man geht einfach hinein, stellt sich neben die Glasmacher an die Öfen und redet mit ihnen.

Wer noch näher ran möchte, also ganz nah ran an die kreativen Prozesse des Glasdesigns, sollte etwa 20 Minuten weiterfahren, nach Boda. In der stillgelegten Fabrik namens Glass Factory gibt es Designstudios, Mitmachwertstätten und eine Art Showbühne.

Wann immer hier die Glasöfen vor einer Tribüne brennen, sind auch ansässige Künstler zugegen, die sich ausprobieren und Werke schaffen - das ist der Deal, berichtet Führerin Rigmor Nilsson. Die Künstler bekommen einen Arbeitsplatz, Zugang zu Öfen und Personal, dafür lassen sie das Publikum teilhaben.

Meistens bestehen die Kooperationen aus Designer und Glasmachern - der eine sagt, was er sich vorstellt, der andere setzt es um. Aber wenn Hanna Hansdotter in der Werkstatt ist, ist es echtes Teamwork. Die zierliche Jungdesignerin hat das Handwerk selbst gelernt, und bläst ihre Kunstwerke aus Glas, wann immer ihre Kraft es zulässt.

«Glas ist ein aufregendes Material» erklärt die Schwedin. «Es muss schnell verarbeitet werden und ich bin kein geduldiger Mensch.» Ihr Ansatz ist ein dekonstruktiver - ihre kunstvollen Behältnisse, aktuell häufig in zarten Pastellfarben und Gold, knickt sie am Ende immer ein wenig ein. «Wenn ich das tue, habe ich jedes Mal ein neues Erlebnis. Kein Stück gleicht dann dem anderen.»

Um in Boda gerade auf diese Weise - teilweise öffentlich - zu experimentieren und gestalten, zog sie extra aus der Großstadt Stockholm mitten aufs Land. «Dieser Ort ist so fokussiert auf Glas, ich fühle mich hier aufgehoben und verstanden.»

Einen ähnlichen Eindruck hat man vielerorts im Reich der Glasbläser und im Reich der Möbeldesigner in Småland. Die Provinz ist etwa so groß wie Nordrhein-Westfalen und gilt als das kreative Epizentrum Schwedens. Auch Astrid Lindgren stammt von hier.

Auch manche deutschen Kreativen zieht es hier her. Zum Beispiel Julius Lehmann aus Berlin. Er kam 1926 in den bis heute winzigen Ort Bodafors und prägte ihn gemeinsam mit den nachfolgenden Generationen mit seinem Intarsienhandwerk und der Möbelfabrikation.

In Bodafors bilden heute sein Wohnhaus, das Atelier und die Werkstätten das Künstlerzentrum Kulturgatan mit wechselnden Ausstellungen - von Kunst, wie dessen Leiter Mikael Löfström betont. «Wir sprechen hier nicht einfach von Möbeldesign, wir nennen es Holzkunst.» Daher legt das Zentrum auch Wert darauf, immer wieder Schaffende selbst einzuladen. «Es ist einfach etwas anderes, jemanden beim Arbeiten zu sehen als nur die Museumsstücke zu besichtigen.»
(Text: Simone Andrea Mayer, dpa/tmn)

Handgepäck-Flieger müssen gut aufpassen

Bild: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Weil viele Fluggesellschaften für Aufgabegepäck extra kassieren, reisen immer mehr Passagiere mit Handgepäck. Bei den günstigsten Economy-Tickets (Light/Basic) ist der große Koffer in der Regel nicht inklusive und muss gegen Gebühr dazu gebucht werden.

Wer nur mit Handgepäck fliegt, muss jedoch genau hinschauen, welche Regeln die Fluggesellschaft vorschreibt. In Sachen Größe und Gewicht sind die Vorgaben teils sehr unterschiedlich, erklärt die Zeitschrift «Reise & Preise» (Ausgabe 4/2019). Häufig ist ein Handgepäckstück mit den Maßen 55x40x20 Zentimeter und zusätzlich eine kleine Tasche etwa für den Laptop erlaubt - doch längst nicht immer.

Billigflieger sind besonders streng: Ryanair und Condor zum Beispiel erlauben in den günstigsten Tarifen nur noch eine kleine Tasche, die unter den Vordersitz passt. Bei Ryanair müssen Kunden das sogenannte Priority Boarding hinzubuchen (6 bis 12 Euro pro Strecke), wenn sie ein zehn Kilo schweres und größeres Handgepäckstück plus kleine Tasche mitnehmen wollen. Easyjet erlaubt bei den günstigsten Flugtickets nur ein Handgepäckstück, also keine zusätzliche kleinere Hand- oder Laptoptasche.

Immer häufiger werden die Maße des Handgepäcks noch am Gate überprüft, berichtet die Zeitschrift. Wer dann über der für seinen Tarif vorgeschriebenen Größe liegt, muss den Trolley aufgeben. Und das kostet richtig Geld - etwa 50 bis 75 Euro.

Auch beim Maximalgewicht gehen die Vorschriften auseinander. Die meisten Fluggesellschaften erlauben bis zu acht Kilo. Teils ist der Höchstwert deutlich großzügiger bemessen. Doch auch das Gegenteil ist möglich: Tuifly schreibt maximal sechs Kilo vor.
(Text: dpa/tmn)

Sagenhaft und einzigartig

Bild: Foto Ed/Meiningen GmbH
Meiningen, Oktober 2019 – In den Vorstellungen von Kindheit nehmen sie einen der wichtigsten Plätze ein: Märchen und Sagen. Ausgehend von der deutschen Romantik sind sie zum weltweiten Exportschlager geworden. Neben den Brüdern Grimm ist vor allem ein Name damit verbunden: Ludwig Bechstein. Ihm zu Ehren hat seine Heimstadt Meiningen mit dem Märchen- und Sagenfest eine unvergleichliche Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die seit Jahren Jung wie Alt gleichermaßen begeistert.

Im Märchen werden Grenzen überschritten: Tiere können sprechen, Menschen fliegen, Wunder sind an der Tagesordnung. Nicht zuletzt das immer wieder zum Vorschein tretende Spannungsfeld von Gut und Böse prägt die Geschichten und verleiht ihnen eine zeitlose Aktualität.
Für die thüringische Stadt Meiningen gilt das in ganz besonderem Maße: Als Heimat des Dichters Ludwig Bechstein genießt das Märchen hier seit jeher ganz besonderen Stellenwert – und ist heute vielleicht lebendiger denn je. Unzählige Märchen entstammen aus Bechsteins Feder, veröffentlicht als Sammlungen unter dem Titel „Deutsches Märchenbuch“. Wer kennt sie nicht, die Erzählung von Goldmarie und Pechmarie, dem kleinen Däumling, Siebenschön und viele weitere Geschichten, die bis heute nichts von ihrer Faszinationskraft eingebüßt haben.
Dieses historische Erbe zu würdigen, Märchen und Sagen lebendig zu halten und zeitgemäß immer wieder neu zu interpretieren hat sich Meiningen seit Jahren zur Aufgabe gemacht. Mit dem Märchen- und Sagenfest wurde ein in dieser Form in Thüringen einmaliges Event ins Leben gerufen: Ein Erzähl- und Zuhörvergnügen, das auf die poetische Kraft des gesprochenen Wortes setzt.
Über einen Zeitraum von zwei Monaten – von Ende Oktober bis nach Weihnachten – erwartet die Besucher ein breites Programm für Jung und Alt. Neben spannenden Erzählungen und Theatervorstellungen wird eine Feuershow geboten wie auch kulinarische Erzählabende, bei denen Märchen und Kochkunst miteinander verschmelzen.
Als Highlights dürfen zwei Veranstaltungen im November betrachtet werden. Hier wird zum einen der Thüringer Märchen- und Sagenpreis Ludwig Bechstein verliehen, die wohl renommierteste Auszeichnung dieses Genres in Thüringen. Zum zweiten findet mit dem Märchensymposium #märchenerzählen – analog und digital ein innovatives Konzept Anwendung, das mit Vorträgen und interaktiven Workshops Märchen multimedial und höchst abwechslungsreich erlebbar werden lässt.
Phantastisch, wunderbar, sagenhaft – die Theaterstadt Meiningen wird für Wochen zum Schauplatz märchenhafter Momente, die Gäste aus der ganzen Welt nach Thüringen locken. Schauen Sie doch einfach vorbei oder machen einen Abstecher zur Stadt- und Kreisbibliothek, deren Fassade sich im Dezember zu einem Adventskalender verwandelt und lassen ihrem kindlichen Gemüt freien Lauf.
Das Märchen- und Sagenfest findet vom 25. Oktober bis 24.12.2019 in Meiningen statt.
Weitere Insidertipps zum Märchen- und Sagenfest sowie das Programm sowie Informationen zum Märchensymposium finden Sie unter: http://www.meiningen.de/Tourismus-Kultur/Kultur-entdecken/Feste-und-Festivals/Märchen-und-Sagenfest
(Text: Meiningen GmbH)

Frischer Schwung und Topstars

Bild: TVB St. Anton am Arlberg
St. Anton am Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs und Wegbereiter des modernen Wintersports. Die Abfahrtsfreuden auf sowie abseits der Pisten umrahmen seit jeher mitreißende Events zwischen Tradition, Genuss und Nervenkitzel. Immer wieder überrascht das Tiroler Bergdorf seine Gäste dabei mit originellen Ideen. So eröffnet beim Stanton Ski Open am Abend des 28. November 2019 der neue Riesentorlauf „Catch me if you can – Die Nacht der langen Schwünge“ spektakulär die Saison.

In Zweiergruppen und mit Stirnlampen ausgestattet sausen dann 222 wagemutige Pistencracks ins Tal, unter anderem über die berüchtigte Kandahar-Strecke. Die Teilnahmegebühr beträgt 59 Euro inkl. Beförderung für Streckenbesichtigung und Rennen.
Nach dem Start des offiziellen Liftbetriebs am nächsten Morgen bringen am Samstagabend, 30. November, Popsängerin Sarah Connor („Wie schön Du bist“) und Special Guest Nico Santos („Rooftop“) die aktuellen Charthits auf die Open-Air-Bühne beim Konzertgelände. Am gesamten Eröffnungswochenende testen Besucher gratis neue Ski- und Board-Modelle bekannter Hersteller auf den Pisten von St. Anton am Arlberg. Zudem ist der Rendl-Parkplatz an allen Tagen Startpunkt der Audi driving experience, bei der verschiedene Quattro-Fahrzeuge kostenlos über die winterlichen Bergstraßen in der Tiroler Urlaubsregion gesteuert werden können.
Infos und Anmeldung unter www.stanton-ski-open.com sowie www.stantonamarlberg.com
(Text: Angelika Hermann-Meier PR)

Auf den Spuren der Albschäfer

Bild: epr/Landratsamt Heidenheim/Heiko Grandel
(epr) Die Erhaltung der Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten ist aktueller denn je. In vielen Regionen Deutschlands funktioniert das System zwischen Flora, Fauna und Mensch seit Jahrhunderten. Auf der Schwäbischen Alb liefert die Heidenheimer Brenzregion ein schönes Beispiel: Hier ist es die Zunft der Schäfer, die seit dem 15. Jahrhundert als Hüte- und Wanderschäfer unterwegs sind und deren genügsame Schafe die typischen Wacholderheiden, Wiesentäler und Waldränder vor Verbuschung bewahren. Außergewöhnlich schöne Wanderwege laden dazu ein, auf den Spuren der Albschäfer zu wandeln.

Im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb bietet der circa 160 Kilometer lange Albschäferweg zahlreiche Touren für Natur- und Kulturfreunde. Er kann als Rundweg in Etappen oder auf den sogenannten Albschäfer-Zeitspuren sowohl in Abschnitten als auch in Form von Tages-Rundwanderungen begangen werden. Zehn Rundwanderwege von sechs bis 20 Kilometer Länge führen durch abwechslungsreiche Landschaften, dabei hat jede Zeitspur ihren ganz besonderen Reiz. Während auf dem Albschäferweg vor allem die Natur im Vordergrund steht, wird auf der Zeitspur Herrschaftsweg die Geschichte des Härtsfeldes lebendig. Dieser Wanderweg führt auf 17 Kilometern zu den Herrschern vergangener Zeiten. Am Bahnhof, wo im Sommer an jedem ersten Sonntag im Monat die bekannte Härtsfeld-Museumsbahn zur derzeitigen Endstation Sägmühle startet, beginnt die Wanderung. Über die Gallusmühle und durch das Naturschutzgebiet Zwing geht es hinauf zum Golfplatz am Hochstatter Hof. Bergab kommt man zum Härtsfeldsee – eine Rast ist hier sehr zu empfehlen, denn das nächste Ziel thront schon oben am Berg: Burg Katzenstein. Hier spürt man die einstige Ritterherrschaft und wer mag, genießt die Aussicht vom Turm oder ein Bier im Burghof. Anschließend geht es durch alte Buchen- und Fichtenbestände zum Waldrand, wo man schon die nächste Station, das Kloster Neresheim am Ulrichsberg, erblicken kann. Auch die Benediktinerabtei überragt imposant die Stadt und hält neben ihrem Panoramaausblick auch weltliche Genüsse für müde Wanderer bereit. Nach der Einkehr in die Klosterschenke geht es frisch gestärkt hinab zum Ausgangspunkt der Wanderung. Alles zu den spannenden Ausflugszielen auf Herrschaftsweg und Co gibt es unter www.albschaeferweg.de und www.reiseplaza.de.

Grenzen und Grenzbeziehungen im Fichtelgebirge

Bild: Tourismuszentrale Fichtelgebirge
Grenzen prägen die Ferienregion Fichtelgebirge seit jeher und das nicht nur in Form der Mauer. Auch in Bereichen wie Sprache oder Geologie sind sie hier nach wie vor erleb-, sicht- oder erzählbar. In Warmensteinach etwa zeugt der Name des Ortsteils Grenzhammer von der über Jahrhunderte geltenden Grenze, die politisch, sprachlich – fränkisch oder bayerisch – und konfessionell – evangelisch oder katholisch – trennte. Auch das Dreiländereck Sachsen, Bayern, Böhmen befindet sich im Fichtelgebirge und war im Laufe der Jahrhunderte Grenzpunkt verschiedener Staaten.

Heute ist es der Grenzpunkt der Bundesländer Bayern, Sachsen und des Staates Tschechien und Ziel zahlreicher Wanderwege. Passend zum Jubiläum „30 Jahre Mauerfall“ beleuchtet eine neue Broschüre der Tourismuszentrale Fichtelgebirge unter anderem die Vielfalt und Besonderheiten, die sich beiderseits entlang einer Grenze entwickeln.

Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth

Das Deutsch-Deutsche Museum wurde 1990 in Mödlareuth nach der Wiedervereinigung gegründet, um die Geschichte der deutschen Teilung in ihrer Gesamtheit darzustellen. Neben Mauer und Stacheldraht, historischen Grenzfahrzeugen und einem Freigelände mit Grenzanlagen, vermitteln Sonderausstellungen, Seminare, Führungen und Vorträge die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Aspekte dieser Teilung. Das Dorf liegt zu einem Teil in Bayern und zum anderen in Thüringen. Genau wie sein großer Bruder wurde das von den Amerikanern genannte „Little Berlin“ zu einem Symbol der deutschen Teilung. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bildete zunächst der durch den Ort fließende Tannbach die Trennlinie zwischen Mödlareuth-Ost in der sowjetischen und Mödlareuth-West in der amerikanischen Besatzungszone. Mit Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949, gehörte der thüringische Teil des Ortes zum Territorium der DDR, der bayerische zur Bundesrepublik. Die Errichtung eines übermannshohen Holzbretterzauns drei Jahre später leitete die Abriegelung der beiden Ortsteile ein. 1966 schließlich folgte der Bau der 700 Meter langen Betonsperrmauer, die 23 Jahre lang das Dorf teilte. Am 9. Dezember 1989 – ein Monat nach dem Mauerfall in Berlin – wurde der Grenzübergang auch in Mödlareuth geöffnet.

Grenzenlos – Brückenradweg Bayern Böhmen: Geschichte erfahren Urlauber im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Brückenradweg Bayern-Böhmen entlang alter Bahntrassen zwischen der oberfränkischen Gemeinde Tröstau und der tschechischen Stadt Asch. Der grenzüberschreitende Radweg ist 56 Kilometer lang und hat seinen Namen den 15 Brücken, über die der Weg führt, aber auch der Überbrückung der Deutsch-Tschechischen Grenze zu verdanken. Radfahrer lernen auf ihrer Tour geologische, zoologische und botanische Besonderheiten der Region kennen.

Höhengrenzen – der Ochsenkopf und der Schneeberg: Mit 1.053 und 1.024 Metern sind der Schneeberg und der Ochsenkopf die höchsten Erhebungen Nordbayerns und beeinflussten die Grenzen sowie deren Überwindung in der Vergangenheit maßgeblich. Erlebbar wird dies etwa während einer Wanderung entlang des Schneebergwegs. Von Bischofsgrün aus führt er zum Gipfel, wo der denkmalgeschützte ehemals militärisch genutzte Turm der Bundeswehr steht. Der Fernmelde- und Aussichtsturm Backöfele bietet einen 360-Grad-Rundumblick in den damaligen Grenzraum. Auch der Ochsenkopf hat seine eigene Geschichte zum Thema Grenzen: In den 50-er Jahren baute der Bayerische Rundfunk auf dem Berg einen Sendeturm. Zu Zeiten des Kalten Krieges wurde das Signal extra auch nach Norden und Osten verstärkt, um den Sachsen und Thüringern Empfang des Westfernsehen zu ermöglichen. Jährlich am 3. Oktober hinterlassen noch heute ehemalige DDR-Bürger dort Dankesbriefe.

Die neue Broschüre „Grenzen und Grenzbeziehungen – 30 Jahre Mauerfall“ kann unter folgendem Link bestellt werden: https://www.tz-fichtelgebirge.de/de/service/prospektbestellung.html.

Mit der Pauschale „Grenzgänger im Fichtelgebirge“ erleben Urlauber „Grenzerfahrungen“, beginnend im Mittelalter bis hin zur jüngsten deutschen Geschichte. Ab 396 Euro pro Person im Doppelzimmer erhalten sie sechs Übernachtungen mit Frühstück in einer Ferienwohnung, eine Berg- und Talfahrt mit der Ochsenkopfseilbahn, umfangreiches Informationsmaterial, zwei Tage Leih-E-Bike sowie Eintrittskarten für verschiedene Museen.

Weitere Informationen gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf www.fichtelgebirge.bayern.

Rauer Charme

Bild: epr/www.ostsee-schleswig-holstein.de/Oliver Franke
(epr) Sand unter den Fußsohlen und Sonne auf der Haut – die schönen Erinnerungen an den letzten Strandurlaub wärmen zwar das Herz, wenn es draußen stürmt und schneit. Doch die nächste Auszeit an der Küste scheint eine Ewigkeit entfernt. Da hilft nur eins: Koffer packen und zurück ans Meer! Denn im Herbst und Winter zeigt sich die See von ihrer rauen, dafür aber umso reizvolleren Seite. Romantiker, Erholungsuchende und Genießer lassen sich hier den Wind um die Nase wehen und können sich hinterher aufwärmen und abschalten – zum Beispiel bei Wellness mit Meerblick.

Von Glücksburg bis Travemünde inklusive Holsteinische Schweiz: Die Ostsee Schleswig-Holstein ist auch in der kalten Jahreszeit eine Reise wert. Dort, wo im Sommer das Leben tobt und sich bunte Strandkörbe kaleidoskopartig zusammenfügen, geben jetzt Weite und Stille den Ton an. Der Wind treibt die Wolken über das Meer und pustet die Strandläufer kräftig durch – alles Tonnenschwere wird mit einem Mal ganz federleicht. Richtig romantisch wird’s, wenn sich der Schnee wie leichter Puderzuckerbelag über Dünen und Buhnen legt. Oder wenn Gischt und Spritzwasser gefrieren und sich Molen in bizarre Eiskunstwerke verwandeln. Die Natur unmittelbar erleben lässt sich auch auf den zahlreichen Seebrücken; hier kommt man den Elementen ganz nah. Einfach magisch: Fackelwanderungen, die über die Region verteilt in der dunklen Jahreszeit stattfinden – Wellenrauschen, Seemannsgarn und Punsch inbegriffen. Apropos Punsch: Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich nach einem belebenden Strandspaziergang an der frischen, salzigen Luft wieder aufzuwärmen. Entweder in einem der vielen gemütlichen Cafés und Restaurants, die mit heißem Kakao, Kaffee und Tee sowie fangfrischem Fisch in allen Variationen verwöhnen. Oder beim „Wellnessen“ im Lieblingshotel und in einer einladenden Therme, oft mit einem atemberaubenden Blick auf die stürmische Ostsee. Eingeläutet wird die Herbst- und Wintersaison übrigens vom sogenannten „Lichtermeer“. Die Veranstaltung findet im Herbst küstenweit statt und taucht Strände und Promenaden in strahlenden Glanz – stimmungsvoller geht’s nicht! Weitere Informationen rund um das Thema „Winter an der Ostsee“ sowie die Broschüre „Winterschöne Ostsee“ mit aktuellen Angeboten finden Interessierte unter www.winterschön-epr.de.

Lust auf „Alpenzushi“ und Kaiserschmarrn

Bild: epr/Region Villach Tourismus/Infrastil
(epr) Kärntner Nudeln, Hirschragout, Apfelstrudel und Kaiserschmarrn – für Genießer sind das die eigentlichen Schönheiten Österreichs. Jeder, der nach einer erlebnisreichen Tour durch die Berge in eine der urigen Hütten einkehrt, wird das unterschreiben: Oben auf der Alm schmeckt es einfach am besten! Kein Wunder also, dass sich die Wirte für ebendiese Genusswanderer etwas Besonderes haben einfallen lassen.

Herzlich willkommen zum HüttenKult, den Wanderrouten der besonderen Art. Dank dieser Initiative der Region Villach – Faaker See – Ossiacher See wandeln Gäste und Einheimische auf kulinarischen Pfaden durch atemberaubende Berglandschaften zu den schönsten Orten rund um die Kärntner Seen. Besonders im Herbst zeigt sich durch das sonnenreiche Klima Kärntens die Genießerdestination von ihrer besten Seite und so beginnt der HüttenKult in diesem Jahr auch schon Anfang September. Das Besondere: Jede der teilnehmenden Hütten hält ausgesuchte Wanderrouten bereit, die auch unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. So geht es mal gemütlich, mal anspruchsvoll durch die frische Bergluft Richtung Einkehr – verbunden mit fantastischen Naturerlebnissen und sehr gutem Essen bei echten Kultwirten. Highlight eines jeden Tages ist immer eine der urigen Gaststätten, wo die Wirtinnen und Wirte die alpinen Feinschmecker mit einem eigenen kulinarischen Thema verwöhnen. Neben den Klassikern wie Kärntner Nudeln oder Kaiserschmarrn gibt es auch überraschend ungewöhnliche und völlig neuinterpretierte Kreationen aus saisonalen und regionalen Zutaten wie etwa „Alpenzushi“. Über alle Touren und Gastgeber können sich Wanderfreunde im speziellen HüttenKult-Booklet informieren – ein zusätzlicher Stempelpass lädt zum Sammeln ein. Mit etwas Glück winken eifrigen Besuchern am Ende unter anderem Kulinarik-Gutscheine oder auch ein Hüttenwochenende. In diesem Jahr hat der HüttenKult einige neue Wege und Wirte im Gepäck. Ganz im Zeichen des grenzenlosen Wanderns führt er auch in den Alpen-Adria-Raum. Wer im Rifugio Zacchi oberhalb der Laghi di Fusine – der Weissenfelser Seen – rastet, darf sich neben einem faszinierenden Panorama auch auf italienische Köstlichkeiten freuen. Alle Informationen zum HüttenKult und zur Region findet man unter www.region-villach.at und www.huettenkult.at.