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Wo Anfänger auf Vollprofis treffen

Bild: Carsten Rehder/dpa
Das Hafenstädtchen Hvide Sande an der Schleuse zwischen Ringkøbing Fjord und dem Meer hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten Wassersportzentren Nordeuropas entwickelt. Auf dem Programm des WATERZ-Festivals (06.-14. September) stehen Wettbewerbe im Surfen, Windsurfen, Kitesurfen, Wakeboard, SUP und Kajak fahren.

In fast jeder Disziplinen können sich sowohl Vollprofis als auch Anfänger messen. Und für alle, die nur zuschauen möchten, sind die spektakulären Wettkämpfe ebenfalls ein Erlebnis.
Sportliche Highlights des WATERZ-Festivals sind die Windsurf-Wettbewerbe der PWA World Tour und die Langstrecken-Challenge, bei der bis zu 400 Wind- und Kitesurfer zum Ringkøbing Fjord fahren und wieder zurück. Neben den Wettkämpfen zu Wasser werden auf dem Festivalgelände Workshops und Shows veranstaltet und neue Ausrüstungen getestet. Urlauber in der Region können sich zudem über Live-Musik und Kulinarik mit Schwerpunkt auf lokalen Spezialitäten freuen. Darüber hinaus locken ein Stadtbummel in Hvide Sande oder Ringkøbing und die langen Sandstrände der Region.
Anmeldungen für die jeweiligen Wettbewerbe des WATERZ-Festivals sind gegen eine Teilnahmegebühr von jeweils DKK 100 bis DKK 400 (ca. 13-53 Euro) unter www.waterz.dk möglich, hier findet man auch weitere Informationen.

Klangvolles Programm zum runden Geburtstag

Bild: Musikfest Bremen - Schuetting_Foto_fotoetage
30 Jahre Musikfest Bremen – das bedeutet unter der seit 1989 durchgehenden künstlerischen Leitung von Professor Thomas Albert 30 Jahre Aufbruch, Pioniergeist, Experimentierfreude, die Suche nach dem Besonderen! Und mit diesen bewährten Zutaten feiert das Festival auch seinen runden Geburtstag vom 24. August bis zum 14. September mit 49 Veranstaltungen in Bremen und Bremerhaven sowie mit Gastspielen im gesamten Nordwesten und im niederländischen Groningen.

Aufbruch – dafür stehen die sogenannten „Independants“, jene frei gegründeten Ensembles, die sich ganz in den Dienst ihrer eigenen künstlerischen Vision stellen. Mit dem Boston Early Music Festival Orchestra (25.8./Oldenburg), dem Chamber Orchestra of Europe (30.8./Bremerhaven), Pygmalion (31.8./Friesoythe), Le Concert Spirituel (6.9./Verden), Gli Angeli Genève (8.9./Löningen), dem Aurora Orchestra (14.9./Glocke) und als „Lokalmatador“, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (5.9./Papenburg, 10.9./Glocke und 13.9./Glocke), gestalten sie dementsprechend wie selbstverständlich auch in diesem Jahr das Programm mit.

Pioniergeist – dafür steht das über die Jahre behutsam ausgeweitete Potenzial, das Musikfest Bremen mit der Nordwestregion zu vernetzen und damit historisch geprägte Kulturräume musikalisch neu zu beleben. Neben der ausgeweiteten Zusammenarbeit mit ausgewählten Landkreisen sowie neuen Partnern aus der freien Wirtschaft, sei hier exemplarisch das Arp-Schnitger-Festival genannt. Die nunmehr 10. Ausgabe rund um den aus der Wesermarsch stammenden Orgelbauer hat diesem für die Nordwestregion so identitätsstiftenden Aspekt über die Jahre eine ganz neue mediale Aufmerksamkeit verschafft. In 2019 dem 300. Todestag Schnitgers gewidmet, bietet die Reihe ein umfangreiches Programm: Neben einem Sonderkonzert zu diesem Gedenktag am 28.7. in Schnitgers Grabeskirche in Hamburg-Neuenfelde locken vom 25. August bis zum 1. September zehn Konzerte mit prächtigen Instrumenten. Allein in fünf Programmen (25.8./Hamburg-Neuenfelde, 27.8./Golzwarden, 28.8./Norden, 29.8./Grasberg und 1.9./Ganderkesee) wird die Orgel nicht nur solistisch eingesetzt, sondern im Zusammenspiel mit Vokal- und Instrumentalensembles erklingen auch größer besetzte Meisterwerke von führenden Komponisten aus der Zeit Schnitgers!

Experimentierfreude – dafür stehen seit 30 Jahren unbekannte Repertoires, unerwartete Künstlerkonstellationen, neue Darbietungsformen. Der ebenfalls 10. Geburtstag der Reihe MUSIKFEST SURPRISE ist Anlass genug, unter diesem Gütesiegel vom 3. bis 6. September im BLG-Forum Überseestadt einmal mehr neue Brückenschläge zwischen Genres, Stilen und Kulturen zu präsentieren – mit Shayna Steele & Band, dem Yazz Ahmed Quintet, Avi Avital, Giovanni Sollima & Friends und dem Yaron Herman Trio.

Die Suche nach dem Besonderen – sie vereint die gesamte Programmauswahl! Dazu gehören natürlich auch gefeierte Künstlerpersönlichkeiten, die ihren Darbietungen immer den Stempel des Besonderen aufdrücken, so wie Anna Netrebko und Diana Damrau, die beide ihre Bremen-Debüts geben. Die russische Star-Sopranistin ist mit einer italienischen Operngala (10.9./Glocke) zu erleben, die deutsche Ausnahme-Sängerin wiederum in einem Liederabend mit dem Harfenisten Xavier de Maistre (7.9./Glocke). Daneben gibt es ein Wiedersehen mit bereits bekannten Künstlern wie Countertenor Bejun Mehta (29.8./Varel), Sopranistin Patricia Petibon (30.8./Glocke), der Metropole Orkest Big Band & Jules Buckley (31.8./BLG-Forum Überseestadt), Pianistin Khatia Buniatishvili (4.9./Glocke), Schlagzeu-ger Martin Grubinger (13.9./Glocke), Pianist Faz?l Say (29.8. und 13.9./Glocke) oder Violinist Leonidas Kavakos (14.9./Glocke).

Zu den Dirigenten, die am Pult ihrer Ensembles seit Jahren beim Musikfest mit ihrem eigenen künstlerischen Selbstverständnis Maßstäbe setzen, zählen Jérémie Rhorer und Teodor Currentzis. Zwei der beliebtesten Opern überhaupt, Verdis „La traviata“ (Rhorer & Le Cercle de l’Harmonie, 30.8./Glocke) und Mozarts „Così fan tutte“ (Currentzis & musicAeterna Orchester und Chor der Oper Perm, 3.9./Glocke) werden in Originalklang-Interpretationen zu erleben sein, die mit tradierten Hörgewohnheiten brechen und so noch nie zuvor in Bremen zu hören waren.

Und wo findet sich ein Konglomerat all dieser Ingredienzen gebündelt an einem Abend? Gleich bei der Eröffnung „Eine große Nachtmusik“ am 24. August! Rund um den illuminierten Marktplatz wartet das Festival bereits zum Start mit einem gewohnt reich gefüllten Büffet auf, das mit einer exquisiten Vielfalt an Epochen, Stilrichtungen, Genres und Künstlerpersönlichkeiten verführt. Dazu zählen das Rotterdam Philharmonic Orchestra mit dem neuen Shooting-Star unter den jungen Dirigenten, Lahav Shani, und der norwegischen Violinistin Vilde Frang, das belgische Vokal- und Instrumentalensemble Vox Luminis, die Originalklangformation Il pomo d’oro mit dem französischen Ausnahme-Cellisten Edgar Moreau, der norwegische Geiger Bjarte Eike und sein Ensemble Barokksolistene oder der amerikanische Trompeter Theo Croker. 30 Jahre Musikfest Bremen – das bedeutet schon zum Auftakt Aufbruch, Pioniergeist, Experimentierfreude, die Suche nach dem Besonderen!

Erneut ist das Festival daneben mit zahlreichen Konzerten im Nordwesten zu Gast, so etwa in Cloppenburg, Friesoythe, Jever, Langförden, Löningen, Oldenburg, Papenburg, Varel oder Verden. Zu allen Außenspielorten fährt von Bremen aus wieder ein Musikfest-Bus-Shuttle. (Infos unter www.musikfest-bremen.de).
(Text: Musikfest Bremen)

11. Magdeburger Editha-Fest

Bild: Peter Gercke/dpa +++(c) ZB-FUNKREGIO OST
Am 31. August 2019 öffnet sich zum elften Mal der Vorhang für das Magdeburger Editha-Fest. Die Aufführungen rund um die erste Gemahlin Ottos I. finden von 11.00 bis 18.45 Uhr im Konzertsaal des Klosters Unser Lieben Frauen statt. Schirmherr ist der Wirtschaftsbeigeordnete Rainer Nitsche, Veranstalter der Verein Ottonentheater e.V.

Das zur Tradition gewordene Fest zu Ehren der ersten Statthalterin von Magdeburg findet in diesem Jahr erneut im Rahmen des Kaiser-Otto-Festes statt. „Editha und Otto – beide begründeten die Blüte Magdeburgs im Mittelalter“, sagt Schirmherr Rainer Nitsche. Er hat sich dafür eingesetzt, dass das Editha-Fest fester Bestandteil des Kaiser-Otto-Festes wird. „Die Ottostadt Magdeburg ist mit ihrer bewegten Historie regional und überregional bekannt. Längst ist unsere Geschichte auch ein wichtiger Touristenmagnet.“

Die kulturellen Beiträge zum 11. Magdeburger Editha-Fest gewähren Einblick in das Leben der Königin Editha und ihrer Statthalterschaft in Magdeburg. Das Programm wird vom Ottonentheater zusammengestellt. Den Auftakt liefert das Musikensemble „Oud Musica Magdeburgensis“ mit dem Kunstlied „Hommage an Editha“. Schirmherr hierfür ist Dr. Horst Rehberger, Wirtschaftsminister a.D. des Landes Sachsen-Anhalt. Im Anschluss bietet das preisgekrönte Vokalensemble des Magdeburger Musikkonservatoriums Georg-Philipp-Telemann ein klangvolles Erlebnis. Auch ein Vortrag über byzantinische Architektur in der Domstadt Magdeburg steht auf dem Programm. Referent ist Carsten Sußmann vom Magdeburger Unternehmen sußmann+sußmann Architekten und Ingenieur. Des Weiteren lässt das Montalbâne Ensemble für mittelalterliche Musik gregorianische Gesänge lebendig werden. Den Höhepunkt bildet das Theaterstück „Siedlung Magedeburg – Ottos Morgengabe für Editha“ aus der Feder der Schriftstellerin Uta Luise Zimmermann-Krause und aufgeführt vom Ottonentheater.

Eintrittskarten für das Editha-Fest gelten gleichzeitig für das Kaiser-Otto-Fest und umgekehrt und sind erhältlich in allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ausführliche Informationen zum Programm gibt es unter http://ottonentheater.de/11-magdeburger-editha-fest/
(Text: Landeshauptstadt Magdeburg)

Durch die faszinierende Welt von Glas und Granit

Bild: obx-news/Tourismusverband Ostbayern
(obx) - Glas und Granit - zwei Stoffe, auf die Menschen seit Jahrhunderten bauen: als Werkstoff fürs Leben, als Basis für große Kunst und für kreative Meisterleistungen. In Ostbayern öffnen der Stein aus der Urzeit der Erde und die faszinierende Transparenz des Glases heute den Weg für eine abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit von Kunst und Kunsthandwerk im Herzen Europas.

Einmal selbst in der Glashütte Vasen für zu Hause blasen oder im Steinbruch mit einfachem Werkzeug dem 1,5 Milliarden Jahre alten "Edel-Stein" Granit neue Form geben: Auf der Reise in die Vergangenheit des Handwerks gibt es viele Gelegenheiten zum Staunen oder um auch selber mit Spaß zuzupacken.

Die Glasstraße in Ostbayern ist mit etwa 250 Kilometern eine der schönsten Ferienstraßen Deutschlands. Sie führt von Neustadt an der Waldnaab quer durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald bis nach Passau. Hier reiht sich eine gläserne Attraktion an die andere: vom gläsernen Wald aus transparenten Bäumen nahe der Stadt Regen über die gläserne Scheune bei Viechtach, von der größten Kristallglas-Pyramide der Welt nahe Zwiesel bis zur Gläsernen Arche und den Gläsernen Gärten bei Frauenau. Zahlreiche Glashütten entlang dieser Straße haben ihre Werkstätten für Besucher geöffnet und bieten Gästen die Möglichkeit, selber Glas zu blasen.

Ein in Stein gemeißeltes faszinierendes Urlaubserlebnis ist auch das Granitzentrum Bayerischer Wald nahe Hauzenberg. Hier wird die Welt der Steine greifbar und lebendig. In einem spektakulären Ausstellungspavillon in einem alten Steinbruch wird in atemberaubendem Ambiente die grenzenlose Faszination des Granits präsentiert. Das Projekt Moldanubikum, im Granitzentrum angesiedelt, ist ein Manifest für den Granit als Brücke der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den Ländern im Herzen Europas.

Die Abenteuer-Tour durch die Handwerkskunst im Zentrum Europas eröffnet aber auch viele andere faszinierende Welten. So erinnert das Webereimuseum Breitenberg an glänzende Zeiten des 18. Jahrhunderts, als Leinen aus der Region in vielen Ländern Europas ein gefragter Importartikel war.

Treffpunkt für Naturfreunde und Filmemacher

Bild: djd/Eckernförde Touristik und Marketing GmbH/Willem Kruger
Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen findet in diesem Jahr zum 13. Mal in Eckernförde statt. Das Interesse an faszinierenden Bildern als Kinoerlebnis ist von Jahr zu Jahr gewachsen. 2007 gegründet ist Green Screen inzwischen das größte Naturfilmfestival in Europa. In der Stadt an der Ostsee werden vom 11. bis zum 15. September über 20.000 naturbegeisterte Filmfreunde erwartet, die während der Festivaltage rund hundert Naturfilme aus der weltweiten Produktion sehen können. Zählt man die Besucher aller Green ScreenVeranstaltungen über das Jahr in ganz Deutschland und in Dänemark zusammen, erreichte das Festival im Jahr 2018 etwa 38.000 Gäste.

Fernsehmoderator und Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens ist seit drei Jahren Leiter des Festivals. »Bei Green Screen lässt sich viel über die Natur lernen. Bilder zum Staunen von Tieren und Landschaften, packende Geschichten und ökologisch kritische Dokumentationen fordern uns auf, uns für den Schutz der Natur einzusetzen - ein vorrangiges Anliegen unseres Festivals«, erklärte Steffens.
Eine Jury aus Filmemachern, Produzenten und Redakteuren hat herausra- gende Naturfilme für das Festival ausgesucht. Dabei hatte sie die Qual der Wahl aus einer Vielzahl von Einsendungen. 267 Filme aus 74 Ländern erreichten Green Screen in diesem Jahr. Zum Festival im September werden etwa 200 Filmemacher aus aller Welt erwartet, die der Ostseestadt ein internationales Flair verleihen. Green Screen betont zusätzlich die naturpädagogische Arbeit mit jungen Menschen. Über 8.000 Schulkinder sehen jährlich Naturfilme und diskutieren mit Filmemachern und Wissenschaftlern über ökologische Themen und über den Naturschutz. In Filmcamps können Jugendliche selbst Dokumentationen herstellen und sich intensiv mit einem Thema aus Natur und Umwelt auseinandersetzen.
Weitere Informationen: www.greenscreen-festival.de

(Text: Greenscreen-Festival)

Krönung in Lila

Bild: djd/Schneverdingen Touristik/S. Schutter
(djd). In jedem Sommer, wenn die ersten Heidepflanzen ihre Knospen öffnen und die Lüneburger Heide nach und nach in ein sattes Violett tauchen, beginnt es im sonst so ruhigen Schneverdingen zu knistern. Es wächst die Vorfreude auf eines der ältesten und traditionsreichsten Heimatfeste Norddeutschlands, das Heideblütenfest. Eine ganze Region ist auf den Beinen, um ihre Königin zu krönen und mehrere Tage lang ausgelassen mit Gästen zu feiern.

Neben all den Planungen der Vereine, Gastronomen und Organisatoren bestimmt eine Frage die Gespräche in der Heideblütenstadt: „Weißt Du schon, wer es in diesem Jahr wird?“ Egal ob am Gartenzaun, Bäckertresen oder Friseursalon - überall wird getuschelt, gerätselt und gemutmaßt, wer am Festsonntag auf der Freilichtbühne im Höpental zur neuen Heidekönigin gekrönt wird und dann ein Jahr mit purpurfarbenem Mantel und Heidekrone Schneverdingen und die Region repräsentieren darf. Die offiziellen Termine der neuen Majestät werden auch unter www.schneverdingen-touristik.de angekündigt. In diesem Jahr beginnt das Spektakel am 22. August. Zum 75. Mal erwarten dann vier Tage voller Höhepunkte die Heidjer und ihre Gäste. Am Donnerstagabend wird das lange Festwochenende traditionell mit dem Dämmerschoppen und Live-Musik in der Rathauspassage eingeläutet. Am Freitagabend sind in der Innenstadt bereits die ersten Schlemmerstände aufgebaut und in der Rathauspassage läuft ein unterhaltsames Musikprogramm.

Gespanntes Warten auf die neue Königin - Zum Mittelpunkt der Festlichkeiten mausert sich am Samstag das Landschaftsschutzgebiet Höpen, wo die Gäste - allen voran Familien - bestens unterhalten werden mit Spaß und Spiel und letzten Bühnenproben von „Der gestiefelte Kater“. Wer lieber sportlich unterwegs ist, nimmt an den verschiedenen Volksläufen teil und lässt sich vom Publikum an der Strecke lautstark anfeuern. Feierlich wird es gegen Abend, wenn der Lampionumzug mit musikalischer Begleitung durch die Innenstadt zieht und mit einem Großfeuerwerk endet. Anschließend verwandelt sich Schneverdingens Innenstadt in eine einzige Bühne mit Live-Bands, bevor am Sonntag das eigentliche Highlight beginnt: Unter dem Motto „75 Jahre - majestätisch“ setzt sich eine farbenfrohe Parade aus über 1000 Mitwirkenden in Richtung Höpental in Bewegung, wo nach dem Festspiel die Krönung der diesjährigen Heidekönigin vollzogen wird. Tipp: Es lohnt, das Wochenende um ein paar Tage zu verlängern, um die sagenhafte Heidelandschaft und das Pietzmoor bei Wanderungen oder Radtouren zu entdecken.

Van Gogh trifft Giraffe

Bild: djd/VisitBrabant
(djd). Die Niederlande sind in zwölf Provinzen unterteilt. Ganz nah an der deutschen Grenze liegt die Provinz Brabant. Auch ohne Nordseeküste lohnt es sich, hier einen Aufenthalt einzuplanen, denn die Region hat einiges zu bieten.

Brabant ist ein Treffpunkt für Kunst- und Designinteressierte: Hier liegt der Ursprung des Dutch Designs. Das Museum De Pont mit Wollspinnerei in Tilburg, das Design Museum in s-Hertogenbosch und das Wissens- und Entwicklungszentrum für Keramik in Oisterwijk sind lohnenswerte Anlaufstellen. Zudem dreht sich in Brabant vieles um seinen berühmtesten Sohn Vincent van Gogh. Durch die gesamte Provinz schlängelt sich der 435 Kilometer lange Van-Gogh-Radweg. In seinem Geburtsort Zundert steht das Vincent van GoghHuis mit Dauer- und Wechselausstellungen. Unter www.visitbrabant. com/brabantistoffen findet man alle Attraktionen auf einen Blick.
In der Hauptstadt Brabants, s-Hertogenbosch, finden Fotografen im alten Werkwarenhuis außergewöhnliche, urbane Motive. Lohnenswert sind auch die malerische Altstadt und das Museumsviertel. Die Stadt Eindhoven dagegen lockt Besucher mit einem großen Einkaufszentrum und beeindruckender Architektur, zum Beispiel der futuristisch anmutenden Glas- und Stahlkonstruktion The Blob. Tilburg bietet ein pulsierendes Studentenleben. Im Hafen finden regelmäßig Livekonzerte und Clubabende statt. Der Ort ist zudem bedeutsam für die niederländische Textilindustrie. Im TextielMuseum erfährt man mehr darüber.

Geschichte erleben - Wer in Breda den Beginenhof betritt, macht quasi eine Zeitreise ins Mittelalter. Wie damals werden die Häuser von alleinstehenden Frauen bewohnt, die viele überlieferte Traditionen pflegen. Hof, Kirche und Kräutergarten können kostenlos besichtigt werden. In Helmond befindet sich die größte Wasserburg der Niederlande, das Schloss Helmond mit historischen Räumen und wechselnden Ausstellungen. Bergen op Zoom dagegen ist eine der ältesten Städte der Niederlande. Schmale Sträßchen und alte Plätze bilden die Kulisse für Geschäfte, Kneipen und Restaurants. Die vierte geschichtsträchtige Stadt ist Heusden. Sie ist von schweren Festungswällen umgeben. Von dort aus genießen Besucher einen schönen Ausblick auf die Stadt, den Fluss mit Hafen und die umliegende Landschaft.

Für Kinder - Auch die Kleinen fühlen sich in Brabant wohl. Highlights sind hier der Freizeitpark Efteling, der 2019 die Auszeichnung "schönstes Ausflugsziel der Niederlande" erhielt und an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat. Der Safaripark Beekse Bergen in Hilvarenbeek ist der größte Wildtierzoo des Beneluxraums und bietet neben 1.500 Wildtieren wie Giraffen und Löwen auch einen Wasser- und Spielpark.

Auf dem Vulcano-Pfad

Bild: Dominik Ketz/Eifel Tourismus GmbH
Über Jahrmillionen haben die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft in der Eifel die Landschaft geformt. Sie haben gekämpft, gewütet und sich aneinander gerieben, bis die Mittelgebirgsregion entstanden ist, wie wir sie heute kennen. Die Eifel kann viele Geschichten erzählen, spannend und dramatisch, poetisch und sanft, feurig oder fest verwurzelt. Mit der Eröffnung des Vulcano-Pfades in Ellscheid ist jetzt das Projekt der sechs Muße-Pfade fertig.

Muße-Pfad heißen die neuen Wege deshalb, weil die Wanderer animiert werden sollen, sich Zeit zu lassen. Sie sollen tief in die Geschichte eintauchen, mit Muße die Wege beschreiten und die Landschaft in sich aufnehmen. Begleitet werden sie von den Ereignissen, die prägend waren für die Region. »Halte inne! Höre, siehe, fühle! Gib Dir Muße und die ursprüngliche Lebenskraft der Eifel wird Dich durchströmen«, fordert beispielsweise das Feuer der Vulkaneifel. Das Innehalten und in sich hineinhören gehört zum Erleben der Muße-Pfade dazu. Auf dem Weg treffen die Wanderer immer wieder auf Muße-Plätze, um sich bewusst mit der Umgebung auseinandersetzen. Die Erlebnislandkarten schärfen die Aufmerksamkeit, indem sie abgeschlossene Episoden zur Geschichte erzählen und auf den nächsten Abschnitt des Weges neugierig machen. Jeder Weg wird mit einem Symbol verknüpft, das während der Wanderung an den

Muße-Plätzen immer wieder sichtbar wird. Mit diesem Ansatz auf ausgewählten Wanderwegen in der Vulkaneifel Wanderern Geschichten zu erzählen und sie damit emotional zu berühren, haben die Projektpartner mit der Einrichtung der Muße-Pfade eine neue Strategie für die Vermarktung und Positionierung eingeschlagen, die deutschlandweit für Beachtung gesorgt hat. Zu den sechs Vulkaneifel-Muße-Pfade wurden verschiedene touristische Angebote mit ein- oder mehrtägigen Wandertouren für die Wege erarbeitet.

»Muße-Pfade spiegeln im hohen Maße die Identität der Vulkaneifel wider. Die Geschichten, die erzählt werden, wurden gemeinschaftlich mit einer großen Zahl an kreativen Akteuren entwickelt. Sie sorgen für ein authentisches Wandererlebnis und bleiben in Erinnerung«, erklärt Werner Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun und Aufsichtsratsvorsitzender der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH und der GesundLand Vulkaneifel GmbH.
(Text: www.eifelsteig.de)

Butter bei die Fische

Bild: djd/Hansestadt Uelzen/Jochen Quast
(djd). Am Herzogenplatz vorm Uelzener Rathaus werden die Gäste von einer ehrbaren Händlerin in dunkelroter Tracht in Empfang genommen. Und die stolze Gastgeberin nimmt sie mit auf eine Zeitreise in ihr „Uelzen in der Hansezeit“. Unter dem Motto „Butter bei die Fische“ erfahren die Besucher mit allen Sinnen, wie die Menschen hier vor rund 500 Jahren gelebt haben, als Uelzen ein Handelsplatz für ganz Nordeuropa war.

Zwischen historischen Fachwerkhäusern und prächtigen Backsteinfassaden, der gotischen St.-Marien-Kirche und Resten der alten Stadtmauer bekommen sie nicht nur eine Vorstellung davon, wie die Stadt damals aussah. Sie schnuppern auch typische Düfte, von Schafwolle über Stockfisch bis Wachs, hören die damalige Sprache und kehren zum Abschluss im Gildehaus aus dem 15. Jahrhundert ein, um beim deftigen „Hansehappen“-Mahl festzustellen, was noch heute dem Gaumen mundet.

Hundertwasser-Bahnhof und Glücksbringer: Die kulinarische Hanseführung ist ab Mitte Juli auch als Filmtrailer auf www.hansestadt-uelzen.de zu sehen - als eine von vielen Ideen für einen erlebnisreichen Tag in Uelzen. „Wer in der Lüneburger Heide Urlaub macht, sollte auf einen Stadtbummel vorbeikommen“, empfiehlt Anke Steffen von der Stadt- und Touristinformation. Die Stadt im Osten der Lüneburger Heide ist aber auch aus der Ferne gut zu erreichen, am besten ganz entspannt mit der Bahn, die im märchenhaften Hundertwasser-Bahnhof Halt macht. Ein Muss ist der Besuch der bronzenen Uhlenköper-Statue neben der St.-Marien-Kirche, um an der Goldmünze des „Eulenkäufers“ zu reiben. Laut einer schelmischen Stadtsage sorgt das nämlich dafür, dass man immer genug Geld in der Tasche hat.

Quirlige Marktstraßen, Twieten und romantische Auen: Jahrhundertelang wurden in Uelzen durch Brände oder Kriege zerstörte Gebäude schnell wieder aufgebaut und so prägen historische Marktstraßen, Fachwerk, Twieten und Kapellen noch heute die Innenstadt. Die Hannemannsche Twiete ist beispielsweise eine lauschige Gasse im Hof einer ehemaligen Brauerei, die an die frühere Bedeutung des Brauwesens erinnert. Zur kulturellen und kulinarischen Einkehr lädt die Ratsweinhandlung ein: Hinter der reich verzierten Fachwerkfassade hütete der Stadtrat einst seinen Wein- und Bierkeller, heute kann man dort edle Tropfen erwerben oder Lesungen im Gewölbekeller lauschen. Neben der alten Stadtmauer erhebt sich der Backsteingiebel der Propstei, erbaut in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Gegenüber in der St.-Marien-Kirche steht - gut gesichert - Uelzens Wahrzeichen, das „Goldene Schiff“. Nach dem Stadtbummel sind es nur wenige Schritte zum Ratsteich und in die Ilmenau-Auen, die zur Erholung an ihre grünen Ufer einladen.

Stadtrundgang mit Führung oder auf eigene Faust: Zum öffentlichen Rundgang „Uelzen - gestern & heute“ laden kundige Stadtführer von Ostern bis Ende Oktober an jedem Samstag um 11 Uhr ein. Der eineinhalbstündige Spaziergang zu allen Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt startet an der Stadt- und Touristinformation. Für Besucher, die lieber auf eigene Faust losgehen, gibt es dort auch die kostenlose Broschüre „Rundgang durch die historische Hansestadt“ mit anschaulichen Fotos und detaillierten Kartenausschnitten in deutscher und englischer Sprache. Alle Informationen, Führungen und Prospektbestellung unter www.hansestadt-uelzen.de.

Auf die Affensteine

Bild: Michael Juhran, dpa-tmn
Steil ragen die Sandsteinwände am Fuße des 90 Meter hohen Bloßstocks empor. Skeptisch tasten die Augen den Weg der Eisenklammern ab, die den benachbarten Felsen hinaufführen. Ein Schild warnt ungeübte Bergsteiger. Sicher ist die Häntzschelstiege nicht der einfachste Weg auf die sogenannten Affensteine in der Sächsischen Schweiz - aber einer der spannendsten.

Es erfordert etwas Geschick, auf die ersten Stufen des Klettersteigs zu gelangen. Schnell gewöhnt man sich aber an den Rhythmus des Tastens von Stufe zu Stufe. Bald macht es richtig Spaß, sich mit den Beinen Meter um Meter hinaufzudrücken, am Felsen entlang zu balancieren und schließlich einer Kluft nach oben zu folgen.

Dort angekommen, belohnt ein Rastplatz mit einem tollen Panorama den ins Schwitzen gekommenen Wanderer. Der Blick von der Felskuppe schweift von der Brosinnadel auf der einen bis zum Kuhstall-Felsentor auf der anderen Seite. Dazwischen ragen kleinere Felsen aus dem dichten Mischwald des Tals, über dem wohltuende Ruhe liegt.

Doch das war nur die erste Hälfte des Weges. Jetzt geht es in den oberen Teil des Klettersteigs. Metallleitern und Klammern führen einen Kamin hinauf, man quert in luftiger Höhe und gelangt schließlich auf das obere Plateau der Affensteine. Nach dem viertelstündigen Aufstieg öffnet sich nun ein beeindruckendes Panorama.

In 160 Metern Höhe über dem Einstieg des Klettersteigs befindet man sich in einer eigenen Vegetationszone, dem Fels-Riff-Kiefernwald. Die Bäume trotzen den Winden durch ein breites Wurzelwerk und Drehwuchs. Am Boden breiten sich Heidekraut, Blaubeeren und Becherflechten aus. Für Menschen schwer zugänglich, konnte die Naturlandschaft hier oben ihren wildwüchsigen Charakter bewahren.

Immer wieder gelangt man über einen Bergpfad zu Aussichtsplätzen, die den Blick in den Heringsgrund freigeben. Nach einem kurzen Abstieg gelangt man am Frienstein über ein ausgesetztes Felsband zu einer beeindruckenden Klufthöhle, der Idagrotte.

Der Rückweg führt über den Carolafelsen mit Aussicht auf die Gipfel des Domwächters und der Rohnspitze. Einige Fotografen haben sich eingefunden, um die Felslandschaft im Sonnenuntergang festzuhalten. Ohne Stirnlampe ist man aber gut beraten, rechtzeitig den Rückweg anzutreten. Der führt durch die mit Gesteinsquadern übersäte Wilde Hölle und wird im unteren Teil zu einem Klettersteig.

Am Folgetag startet die Tour in Rathen. In den Schluchten rund um den Amselsee ist es kühler und feuchter als am Vortag in luftiger Höhe. Man läuft durch einen Bergmischwald aus Buchen, Fichten und Eschen mit vielen Moos-, Algen- und Farnarten.
«Die starke Zergliederung in Tafelberge, Ebenen und tiefe Schluchten auf kleinstem Raum ist eine Besonderheit, die den landschaftlichen Reiz unseres Nationalparks ausmacht», sagt Sprecher Hanspeter Mayr. So entwickelten sich innerhalb des Nationalparks Sächsische Schweiz die unterschiedlichsten, stockwerkartig angeordneten Biotope. In den Schwedenlöchern zum Beispiel führt ein wildromantischer Wanderweg durch ein Labyrinth von abgebrochenen Steinblöcken und engen Felsspalten. Hier herrscht ein regelrechtes Kellerklima. Viele der 23 Farn-, 250 Flechten- und 400 Moosarten des Nationalparks gedeihen hier.

Im Nationalpark konnten auch seltene Tierarten wie Gämse, Mufflons und Wanderfalken wieder angesiedelt werden. Eulen, Spechte, Schwarzstörche und Eisvögel, Rotwild, Steinmarder, Fischotter und Siebenschläfer fühlen sich in den unterschiedlichen Lebensräumen wohl. Sie leben in einem Gebiet, durch das 400 Kilometer Wanderwege führen. Pro Jahr kommen drei Millionen Tagesgäste in den Park - wobei etwa die Hälfte nur die barrierefreie Bastei aufsucht. Schade.

(Text: Michael Juhran, dpa-tmn)